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Stadt Hannover Nach tödlichem Unfall: Autofahrer weiter auf der Flucht
Aus der Region Stadt Hannover Nach tödlichem Unfall: Autofahrer weiter auf der Flucht
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20:22 24.06.2018
Der Mercedes krachte an der Berliner Allee/ Ecke Marienstraße gegen eine Ampel. Quelle: Christian Elsner
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Hannover

Auf der Flucht vor der Polizei hat am frühen Sonntagmorgen der Fahrer eines Mercedes einen unbeteiligten 82-jährigen Fußgänger tödlich verletzt. Anschließend setzte der Unfallfahrer seinen Weg fort. Den Mercedes ließ er in der Südstadt stehen und flüchtete offenbar zu Fuß weiter. Die Fahndung nach dem Fahrer läuft. Die erst 17-jährige Beifahrerin konnte allerdings festgenommen werden.

Wie die Polizei mitteilt, hatten Beamte den mit einem Mann und einer Frau besetzten, silbernen Mercedes mit Braunschweiger Kennzeichen gegen 7.30 Uhr in der Schmiedestraße einer Routinekontrolle unterziehen wollen. Der Fahrer des Wagens stoppte sein Fahrzeug jedoch nicht, sondern beschleunigte und flüchtete über die Karmarschstraße vor der Polizei. Anschließend fuhr er durch die Fußgängerzone. In der Bahnhofstraße erfasste der Wagen den Fußgänger. Die Polizisten, die den SLK verfolgten, hielten an der Unfallstelle an, um dem Fußgänger zu Hilfe zu kommen. Doch der Passant erlag vor Ort seinen schweren Verletzungen.

Die Beamten hatten ihren Kollegen zuvor das Kennzeichen des Wagens durchgegeben. Im Rahmen der Fahndung fiel der Mercedes kurze Zeit später in der Marienstraße/Ecke Berliner Allee auf. Der Fahrer hatte mit dem Wagen eine Ampel gerammt. Beide Airbags hatten durch die Wucht des Unfalls ausgelöst. Fahrer und Beifahrerin flüchteten zu Fuß. Die 17-Jährige konnte festgenommen werden. Dabei half ein Berufsfeuerwehrmann, der gerade vom Dienst kam und auf dem Weg nach Hause war.

Bei einer Verfolgungsjagd durch die Bahnhofstraße wurde ein Passant tödlich verletzt. Quelle: Elsner

Feuerwehrmann stellt Beifahrerin in Hinterhof

Der Helfer, der seinen Namen nicht öffentlich machen möchte, wurde Zeuge des Unfalls. „Ich bin ausgebildeter Rettungssanitäter. Ich dachte, es gibt Verletzte und wollte helfen“, sagt er der HAZ. Er schaltete die Warnblinkanlage seines Autos ein und stieg aus. Doch als Fahrer und Beifahrertür des Fluchtautos aufflogen und die Insassen davonrannten, ahnte der Feuerwehrmann, dass er es mit einem außergewöhnlichen Fall zu tun hatte. „Ich dachte, entweder stehen die beiden unter Schock oder sie haben etwas angestellt“, sagt der Helfer. Der Fahrer des Mercedes kehrte sogar noch einmal kurz zum Fahrzeug zurück, um eine Umhängetasche aus seinem Wagen zu holen. Dann rannte er die Treppen zur U-Bahnstation hinunter. „Ich lief zu meinem Auto zurück und nahm die Verfolgung der Frau auf“, sagt der Zeuge.

In der Dieterichsstraße gelang es ihm, die Flüchtige in einen Hinterhof zu treiben, aus dem sie nicht mehr heraus kam. Der Berufsfeuerwehrmann verständigte die Polizei und blieb bis zum Eintreffen der ersten Beamten bei der Beifahrerin. „Wir arbeiten täglich eng mit der Polizei zusammen, deswegen habe ich versucht zu helfen“, sagt der Zeuge.

Vom Unfallverursacher fehlt weiterhin jede Spur. Die Polizei war bis in den Vormittag hinein in der Bahnhofstraße damit befasst, die Spuren des Unfalls aufzunehmen. Die genauen Hintergründe der Flucht des Paares vor der Polizei sind noch unklar. Allerdings entdeckten die Ermittler nach HAZ-Informationen im Inneren des Mercedes mehrere Autokennzeichen. Nach Angaben der Polizei wurde der Mercedes in Hannover gestohlen.

Der Fahrer ist etwa 20 Jahre alt, 1,80 Meter groß und hat dunkles, zum Pferdeschwanz gebundenes Haar, das an den Seiten allerdings kurz rasiert ist. Er hat einen leichten Bart und war bekleidet mit einem schwarzen Kapuzenpullover und einer grauen oder beigen Hose. Hinweise nimmt der Verkehrsunfalldienst unter (05 11) 1 09 18 88 entgegen. Die 17-Jährige wurde nach dem Ende ihrer Befragung ihren Erziehungsberechtigten übergeben.

Von Tobias Morchner

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