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Stadt Hannover In fünf Jahren sollen in Hannover nur noch Elektrobusse fahren
Aus der Region Stadt Hannover In fünf Jahren sollen in Hannover nur noch Elektrobusse fahren
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11:18 07.03.2018
Bisher sind Elektrobusse in Hannover nur auf der innerstädtischen Ringlinie unterwegs. Quelle: dpa
Hannover

 Bisher sind lediglich drei Elektrobusse vom Typ Urbino des polnischen Herstellers Solaris Bestandteil der Üstra-Busflotte, die insgesamt 136 Fahrzeuge umfasst. Geht es nach dem seit Dezember amtierenden Vorstandsvorsitzenden Volkhardt Klöppner, ändert sich das: „Ziel ist es, innerhalb von fünf Jahren im gesamten Stadtgebiet Hannovers elektrisch unterwegs zu sein“, sagte er im Interview mit der HAZ.

Elektrobusse sind im Betrieb deutlich günstiger als Dieselfahrzeuge und verursachen kaum Lärm. Wenn der Strom aus regenerativen Quellen kommt, liegt die Umweltbelastung durch Kohlendioxidausstoß bei null. Bei der Üstra ist das der Fall. Die drei Fahrzeuge werden mit Strom aus der Oberleitung der Stadtbahn versorgt. 

Die drei Urbinos verkehren seit knapp zwei Jahren auf der städtischen Ringlinie 100/200 und werden über eine Ladestation am August-Holweg-Platz in Ricklingen aufgeladen. Die Ladezeit beträgt vier Minuten. Das Ganze lief zunächst als Pilotprojekt, wurde vom Bundesumweltministerium, der Region und den Stadtwerken gefördert und vom Fraunhofer Institut wissenschaftlich begleitet. „Wir haben uns für die Testphase keine einfache Strecke ausgesucht. Aber wir sehen auch, dass es funktioniert“, sagt Klöppner. Das gelte auch für die Ladestation in Ricklingen, an der es anfänglich Aussetzer gegeben hatte. Technisch spreche nichts dagegen, Elektrobusse zum Standard zu machen, resümiert der Üstra-Chef. 

Andererseits kosten Elektrobusse derzeit noch bis zu 600.000 Euro und damit doppelt so viel wie ein Dieselfahrzeug. Experten erwarten zwar, dass die Preise noch heruntergehen, wenn die Hersteller größere Serien fertigen. Trotzdem würde die Umstellung konservativ gerechnet mehr als 60 Millionen Euro kosten, dazu käme noch der Aufwand für weitere Ladeeinrichtungen.

Bei Umweltschützern dürfte die Idee auf offene Ohren stoßen. Der flächendeckende Einsatz von Elektrobussen gehört zum Forderungspaket der Deutschen Umwelthilfe (DUH), die zahlreiche Städte wegen zu hoher Schadstoffbelastung in der Luft verklagt hat, darunter auch Hannover. Als Reaktion hat die Bundesregierung ein Förderprogramm im Gesamtwert von einer Milliarde Euro für die Kommunen aufgelegt, mit dem auch Projekte der Elektromobilität gefördert werden können.

Klöppner wies auf ein Problem hin, dass das Fünf-Jahres-Ziel zu erschweren droht: „Wir müssen sehen, wo wir die Fahrzeuge überhaupt herbekommen können.“ Einerseits hätten viele Bushersteller Elektrobusse noch nicht in der gewünschten Qualität und Menge im Angebot, andererseits sei wegen der Debatte um Dieselfahrzeuge und der daraus resultierenden Luftbelastung zu erwarten, dass auch andere Kommunen daran gehen, ihre Busflotten umzurüsten.

Von Bernd Haase

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