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Stadt Hannover Urteil um Tod von Kind in Arnumer Freibad verschoben
Aus der Region Stadt Hannover Urteil um Tod von Kind in Arnumer Freibad verschoben
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00:47 19.05.2018
Quelle: dpa
Hannover

Im Prozess um den Unfalltod eines zwei Jahre alten Mädchens im Freibad Arnum hat das Amtsgericht Hannover einen weiteren Verhandlungstag angesetzt. Für Mittwoch war eigentlich das Urteil erwartet worden. Angeklagt wegen fahrlässiger Tötung ist Geschäftsführer Jürgen G.

Das Kind war im Juli 2016 beim Spielen in einen etwa vier Meter tiefen Revisionsschacht gefallen und darin ertrunken. Die Abdeckung, eine 25 Kilogramm schwere Metallplatte, soll zuvor quer über der Öffnung gelegen haben, so dass eine Lücke von rund 15 Zentimetern blieb. Platz genug offenbar für das Mädchen, um hineinzuschlüpfen und in den Schacht zu stürzen. 

Zeugen sagten am Mittwoch jedoch aus, dass etwa zum Zeitpunkt des Unglücks der Deckel  vollständig über dem Schacht gelegen habe. „Ich hätte sonst sofort jemanden im Bad darüber informiert“, sagte ein Badegast. Tage nach dem tödlichen Unfall hatte Geschäftsführer Jürgen G. diesen Gast gefragt, ob er mit dieser Beobachtung als Zeuge vor Gericht aussagen würden. 

Im Gerichtssaal wurde am Mittwoch zudem die Aussage einer Bademeisterin bekannt. Sie hatte bei der Polizei ausgesagt, dass die Mutter ihr Kind am Tag des Unglücks etwa zehn bis 15 Minuten unbeaufsichtigt gelassen habe, dabei sei es auch ohne Schwimmflügel bis an den Beckenrand gegangen. Später, kurz vor dem Unglück, soll ihre Tochter weitere zwei bis drei Minuten ohne Beobachtung gewesen sein.  

Entscheidend für das Urteil dürfte jedoch sein, ob der verantwortliche Geschäftsführer Jürgen G. am Unglückstag seine Sorgfaltspflicht im Freibad verletzt hat. Der nächste, und bislang letzte Verhandlungstag ist für den 31. Mai angesetzt.

Von Gunnar Menkens

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