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Stadt Hannover Messerangriff am Stellwerk: Verdächtiger aus U-Haft entlassen
Aus der Region Stadt Hannover Messerangriff am Stellwerk: Verdächtiger aus U-Haft entlassen
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14:42 13.02.2019
An der Drogenhilfestation Stellwerk beim Hauptbahnhof ist im November 2018 ein 39-jähriger Mann durch eine Messerattacke getötet worden. Quelle: Clemens Heidrich
Hannover

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat den 27-jährigen Verdächtigen, der im November 2018 einen Mann aus dem Drogenmilieu erstochen haben soll, wieder freigelassen. „Ein dringender Tatverdacht war nicht mehr festzustellen“, sagt Behördensprecher Thomas Klinge. Der Tote war abends an der Fernroder Straße nur etwa 60 Meter von der Drogenhilfestation Stellwerk gefunden worden. Der 39-Jährige kam mit lebensgefährlichen Stichverletzungen im Oberkörper ins Krankenhaus, verstarb dort aber trotz Notoperation noch in der Nacht.

Polizei sucht wichtigen Zeugen

Der mutmaßliche Messerstecher war nach der Tat geflohen, der 27-Jähriger geriet laut Klinge „schwerpunktmäßig“ aufgrund der Aussage einer Zeugin in den Fokus der Ermittler. Er konnte etwa eine Woche nach der Tat festgenommen werden und kam im Anschluss in Untersuchungshaft. „Inzwischen stellt sich der Sachverhalt jedoch anders dar“, sagt Klinge. Konkreter wird er allerdings nicht. Gleichzeitig sei auch der Verdacht gegen den 27-Jährigen noch nicht gänzlich ausgeräumt. Klinge: „Die Ermittlungen dauern an.“

Die Beamten suchen derzeit nach einem weiteren Zeugen, von dem sie sich mehr Aufschluss erhoffen. Allerdings sei die Arbeit im Drogenmilieu laut Oberstaatsanwalt schwierig. Der Gesuchte zwei zwar bekannt, „er ist aber nicht aufzufinden“, sagt Klinge. Dies sei jedoch innerhalb der Drogenszene nicht unüblich.

Zwei Messerattacken im November

Anfang November wurde bereits ein 22-Jähriger aus der Drogenszene am Steintor mit einem Messer vor der McDonald’s-Filiale schwer verletzt, die Polizei konnte den 40-jährigen Tatverdächtigen wenige Tage später festnehmen. Beide Bluttaten hatten die Debatte um das Sicherheitsgefühl in der City neu entfacht. Nach dem Tod des Mannes am Stellwerk forderte die CDU Konsequenzen: Stadt, Polizei, Bahn, Ausländerbehörde, Diakonie und andere Träger der Wohlfahrtspflege müssen „ohne ideologische Scheuklappen“ gemeinsam nach Lösungen für das Gewaltproblem suchen.

Von Peer Hellerling

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