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Stadt Hannover Verdi-Jugend entfernt Sprüh-Parolen – ein bisschen
Aus der Region Stadt Hannover Verdi-Jugend entfernt Sprüh-Parolen – ein bisschen
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17:44 23.03.2018
Sagt den eigenen Sprühparolen den Kampf an: Die Verdi-Jugend. Quelle: Philipp von Ditfurth
Hannover

 „Grün geht einfacher ab als Schwarz und Rot“, sagt Ramona Heimberg und schnauft. Mit einem Besen in der Hand schrubbt sie mit ihren Verdi-Jugend-Mitstreitern gegen die widerspenstigen Kreideschmierereien auf dem Fußweg der Luisenstraße an. „30 Tage Urlaub“ und „100 Euro mehr“ hatten Mitglieder der Gewerkschaftsjugend während des Streiktags am 15. März in Höhe des Tourismusbüros auf die Straße gesprüht.

Die Parolen sollten eine Forderung an die Arbeitgeber sein. Darauf aufmerksam wurden aber vor allem die Gewerbetreibenden in der Luisenstraße – und zwar im negativen Sinn: Veit Pagel, Chef des Grand Hotel Mussmann, hatte im Namen der ansässigen Geschäfte eine Mail an Verdi-Chef Frank Bsirske geschrieben. Darin forderte der Hotelier den Gewerkschaftschef auf, die Schmierereien bis Freitag zu entfernen. Sonst müsse Verdi die Reinigungskosten zahlen.

Die grünen Schriftzüge waren mit Wasser, Salz und Besen schnell entfernt. Doch die Farben Schwarz und Rot erforderten mehr Anstrengung – offenbar so viel Mühe, dass die Verdi-Jugend ihre Arbeit nicht bis zum Abschluss verrichtete. „Da müssen die Mitglieder noch ein zweites Mal nacharbeiten“, meint Hotelier Pagel. Nachdem die Verdi-Jugend öffentlichkeitswirksam geschrubbt und an einem Stand Flyer verteilt hatte, wurden die Putzarbeiten laut Pagel auf halbem Wege abgebrochen.

Der Hotelier hat von seinem Büro den besten Blick auf die Parolen unter ihm: „Ich habe mich mit den jungen Gewerkschaftern vorhin wunderbar über gerechten Lohn und die Schere zwischen Arm und Reich unterhalten. Aber Rückstände der Kreide sind noch da.“ Für eine Stellungnahme, warum die Reinigung des Gehweges nicht beendet wurde, war bei der Verdi-Jugend Freitagnachmittag niemand mehr erreichbar.

„Wir wollen den Geschäftsleuten entgegenkommen“, hatte Sven Ölscher aus dem Jugendaktionsrat von Verdi noch während der Aktion gesagt. Verwundert war der 25-Jährige über die Aufregung: „Wir haben in dieser Form schon öfter Botschaften hinterlassen, bisher wurde es noch nie kritisiert. Es ist das erste Mal, dass es negativ aufgefallen ist.“ Man habe sogar die Polizei um Erlaubnis gebeten.

Vor dem Protest hatten Mitglieder der Verdi-Jugend die Sprühkreide vor der eigenen Haustür an der Goseriede getestet. „Die Kreide ist eigentlich für Kinder, um auf Hofeinfahrten zu malen“, sagt Ramona Heimberg und zeigt eine Dose der Sprühfarbe. Normalerweise sei die Kreide nach ein oder zwei Regenfällen verschwunden. In der Luisenstraße ist bis dahin noch tatkräftige Nachhilfe nötig. Bis die Unstimmigkeiten um die Parolen zusammen mit der Farbe verschwunden sind, braucht es einen weiteren Anlauf – oder einen kräftigen Regenfall.

Von Manuel Behrens

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