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Stadt Hannover Hannovers Leinewelle ist genehmigt
Aus der Region Stadt Hannover Hannovers Leinewelle ist genehmigt
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10:19 18.01.2019
Jetzt kann es losgehen: Simulation der Leinewelle in Hannovers Altstadt. Quelle: Cityförster
Hannover

Das ist das offizielle Startsignal für Hannovers ambitioniertes Surfprojekt: Am Freitagmorgen ist die wasserrechtliche Genehmigung für den Bau der Leinewelle bei den Initiatoren eingegangen. Eine Genehmigung des Rates liegt schon länger vor, damit kann die Vorbereitung jetzt beginnen. „Wir freuen uns riesig, dass unser Arbeit jetzt Früchte trägt und die akribische Vorbereitung sich ausgezahlt hat“, sagt Mitinitiator Heko Heybey.

Der Trägerverein, der derzeit sieben Mitglieder und etwa 700 aktive Unterstützer hat, will die erste Surfwelle in einem natürlichen Flussbett in Norddeutschland bauen. Mit einem dreigeteilten Wehr, das für unterschiedliche Strömungsgeaschwindigkeiten angepasst werden kann und so fast ganzjährig eine Nutzung der Anlage zum Wellenreiten und Kanusport ermöglichen soll, erhoffen sich die ehrenamtlichen Aktivisten eine Attraktion, die sowohl Surfbegeisterte als auch Stadttouristen anlockt.

Auf 1,2 Millionen Euro belaufen sich die Kosten, davon allein rund 500.000 Euro für die Wehrtechnik, die mit einem Prototypen bereits erprobt ist. Sie soll neben der engsten Stelle der Mühlleine in der Altstadt, etwa unterhalb des Restaurants Aresto, ins Flussbett gebaut werden. Ein Fischpass ermöglicht es Fischen, die Stelle zu passieren. Der Verein hat zugesagt, ohne öffentliche Zuschüsse auszukommen. Es habe bereits Vorgespräche mit Unterstützern gegeben, sagt Heybey. „Bisher war aber immer der Vorbehalt, dass die Genehmigung vorlegen muss. Jetzt können wir die Finanzierungsgespräche ernsthaft starten –aber erst einmal wird gefeiert.“

Fischereiverein und Anglerverband hatten zusätzlich eine Fischtreppe für die flussaufwärts gelegene, denkmalgeschützte Flusswasserkunst am Landtag gefordert, die der Verein Leinewelle nach eigenen Angaben zwar ausdrücklich unterstützt, aber nicht finanzieren kann und will. Heybey wehrt sich gegen die Verknüpfung der beiden Projekte – und die Genehmigung der Region hält sie nicht für notwendig. Auch die etwas eingeschränkten Nutzungsrechte der Angler – im Bereich der Leinewelle kann künftig nicht mehr gefischt werden – müsse hingenommen werden. In der Genehmigung ist von einer „marginalen Einschränkung in einem sehr begrenzten Abschnitt“ die Rede. Die Genehmigung macht ein langfristiges Monitoring des Fischpasses zur Auflage und eine Ausgleichmaßnahme für die Baustraße am Leineufer, die für einige Monate angelegt wird.

Der Verein wird unter anderem vom hannoverschen Zentrum für Hochschulsport unterstützt. Leiter Sebastian Knust sagt: „Die Leinewelle ist ein spannendes Projekt, das deutlich macht, dass Hannover innovativ und mutig ist. Die Welle wird die Lebensqualität und die Atmosphäre in der Stadt positiv beeinflussen und viele aktive Wassersportler und Schaulustige in den Bann ziehen. Als Leiter des Zentrums für Hochschulsport bin ich sicher, dass viele der rund 50.000 Hannoveraner Studierenden das Angebot - mitten in der City surfen zu können - regelmäßig und begeistert nutzen werden.“ Oeds Westerhoff, Hannovers Berater der Kulturhauptstadtbewerbung, sagt: „Es ist schön zu erfahren dass es solche innovativen Vorschläge wie die Leinewelle zur Erhöhung der Attraktivität der Innenstadt von Hannover gibt.“ Und Oberbürgermeister Stefan Schostok kommentiert: „Das Leinewelle-Team hat meinen großen Respekt. Alle Beteiligten, voran das Team, haben ihre Professionalität und den notwendigen langen Atem bewiesen. Als begeisterter Unterstützer der Idee der Leinewelle freue ich mich, dass nun die Genehmigung erfolgen kann und die nächsten Schritte bis zur Realisierung angegangenen werden. Mit der Neugestaltung des Hohen Ufers und diesem neuen sportlichen Highlight wird unsere Innenstadt nochmals aufgewertet. Es wurden stadtplanerisch alle Ansprüche und Belange perfekt integriert. Die Leinewelle wird ein besonderer Anziehungspunkt für die Hannoveraner und die Besucher der Stadt werden.“

Von Conrad von Meding

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