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Stadt Hannover Hannovers Schützenfest ist eröffnet
Aus der Region Stadt Hannover Hannovers Schützenfest ist eröffnet
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00:18 02.07.2018
Am Freitagabend hat Oberbürgermeister Schostok mit dem Fassanstich in der Festhalle das Startsignal gesetzt: Das weltgrößte Schützenfest ist eröffnet. Quelle: Christian Behrens
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Hannover

Der Schützenplatz war schon ab Freitagnachmittag gut gefüllt, doch die offizielle Eröffnung des Schützenfests ist erst am Abend mit dem Fassanstich des Oberbürgermeisters erfolgt. Zehn Tage lang feiert Hannover das weltgrößte Fest seiner Art. Höhepunkt an diesem Sonntag: Der Ausmarsch auf einer zwölf Kilometer langen Strecke durch die Innenstadt. 10.000 Teilnehmer werden bei bestem Umzugswetter erwartet, am Straßenrand dürften wieder 200.000 Schaulustige stehen.

Das Fest startet erneut unter hohen Sicherheitsauflagen. Am Sonntag gilt ein Fahrverbot für Lkw mit mehr als 3,5 Tonnen in der Innenstadt, die fünf Eingänge zum Festplatz sind erstmals von der Polizei videoüberwacht, ein Sicherheitsdienst übernimmt stichprobenartig Taschenkontrollen. Die Polizei ist wie im Vorjahr mit einer kleinen Wache auf dem mit 100.000 Quadratmeter größten Schützenfestgelände der Welt präsent.

Während des mehr als dreistündigen Umzugs am Sonntag ist der Friedrichswall vor dem Neuen Rathaus gesperrt – dort startet um 10  Uhr der Ausmarsch mit 35 Festwagen und Kutschen. An vielen Stellen entlang der Route gilt Halteverbot – dadurch haben Zaungäste einen besseren Blick. Die Veranstalter haben Teilnehmer und Besucher aufgerufen, genug zu trinken mitzubringen: Am Sonntag wird bei Sommertemperaturen um 26 Grad keine Wolke am Himmel stehen.

Nach dem ersten Schlag floss das Bier

Am Freitagnachmittag nahmen Hunderte Schützenfreunde am Eröffnungsgottesdienst in der Marktkirche teil, anschließend begann um 19 Uhr im Neuen Rathaus die Verpflichtung der diesjährigen Bruchmeister. Die Junggesellen David Rosenbaum (25) und Sascha Heering (21, beide Schützengesellschaft Ricklingen), Tim Küker (31, Schützengesellschaft Anderten) und Julian Rödiger (21, Fanfarenkorps Hannover) müssen als „unbescholtene Bürger“ für Ordnung auf dem Festplatz sorgen und die Schützen repräsentieren – so will es der Brauch seit mindestens 1710. Nach der Bruchmeisterverpflichtung zogen die Schützen in die Festhalle Marris. Dort übergab der amtierende Schützensenator, VWN-Vorstand Eckhard Scholz, seine goldene Senatorenkette an die neue Schützensenatorin Susanne Rhode-Breymann, Präsidentin der Musikhochschule. Danach folgte der zweite Streich der offiziellen Schützenfest-Eröffnung: Oberbürgermeister Stefan Schostok stach mit dem großen Holzhammer das Gilde-Fass an – nach dem ersten Schlag floss das Bier. Gilde-Brauereichef Mike Gärtner stand stilecht mit Leder-Schürze bereit, um mit drei großen Gläsern den Gerstensaft aufzufangen.

Am Dienstag geht es um 14 Uhr bei einer Diskussionsveranstaltung im Rundteil um die Frage, wie viel Tradition ein Volksfest braucht und wie viel Erneuerung (Eintritt frei). Am Mittwoch, 4. Juli, treten Kapellen beim fröhlichen HAZ-Wettstreit um die „Goldene Fanfare“ im Festzelt Alt Hanovera auf (Eintritt frei). Schützenfestpräsident Paul-Eric Stolle hat dazu eine klare Meinung: „Pop war gestern – Fanfare ist angesagt. Was wäre das Schützenfest ohne geile Mucke?“

Hoffnung auf eine Millionen Besucher

Der Mittwoch ist auch Familientag, der Eintritt in die meisten Fahrgeschäfte ist ermäßigt. Auch an allen anderen Tagen gibt es ein vielfältiges Programm auf dem Schützenplatz. Am Freitag drehten sich seit dem frühen Nachmittag die 26 Fahrgeschäfte, darunter sieben Hochanlagen, auf dem Schützenplatz. Oberbürgermeister Stefan Schostok hatte angekündigt, man hoffe wieder auf eine Million Besucher in diesem Jahr. Zehn Tage lang wird es dauern, am Sonntag, 8. Juli, ist die Sause vorbei.

Von Marleen Gaida und Mario Moers

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