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Stadt Hannover So werden Hannovers Schwimmbäder saniert
Aus der Region Stadt Hannover So werden Hannovers Schwimmbäder saniert
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00:19 06.12.2014
Von Bernd Haase
Durch die Sanierung 2016/2017 und 2021 soll das Stadionbad zu einem Sport- und Veranstaltungsbad werden. Quelle: Philipp von Ditfurth
Hannover

„Das ist der Startschuss, auf den alle gewartet haben“, sagt Heike Rudolph, Fachbereichsleiterin Sport und Bäder im hannoverschen Rathaus. Gemeint ist das Bäderkonzept, das die Verwaltung ausgearbeitet hat. Jetzt werden sich die Politiker damit befassen – zunächst am Montag der Sportausschuss.

Die Stadt hatte eine Bestandsaufnahme über den baulichen Zustand der Bäder in Auftrag gegeben. Anschließend wurden die Besucherzahlen aufgelistet und analysiert, die Standorte auf ihre Bedeutung für Hannover bewertet und die Zufriedenheit der Besucher per Umfrage ermittelt. „All dies ist in das Konzept eingeflossen. An ihm haben Politiker, Sportler, Seniorengruppen und Schulleiter mitgewirkt“, sagt Rudolph. Eines hatte die Politik vorab klargestellt: Sie will nicht, dass eines der dreizehn Bäder ersatzlos geschlossen wird.

Die Kosten: Der gesamte Sanierungsbedarf wird auf 42 Millionen Euro geschätzt. Ob es dabei bleibt, hängt nicht zuletzt von den Politikern ab. Im Paket sind keine Sonderausstattungen wie etwa Lehrschwimmbecken, Wasserrutschen oder Saunen enthalten. Außerdem sind in den Schätzungen nur gesetzliche Vorgaben berücksichtigt. In Hannover ist es aber bei städtischen Bauten Standard, die Werte der Energieeinsparverordnung um 30 Prozent zu unterschreiten. Sollte der Rat auch bei den Bädern darauf bestehen, dürfte sich dies als Kostentreiber erweisen.

Der Zeitraum: Das Programm beginnt 2016 mit dem Stadionbad und endet 2029. „Wir haben geplant, dass nie zwei Hallenbäder gleichzeitig angefasst und dass die Freibäder außerhalb der Saison saniert werden“, erläutert Rudolph.
Die Profilierung: Die Stadtverwaltung will das Profil der einzelnen Hallenbäder schärfen – es soll nicht mehr jedes alles anbieten. Starke Auswirkungen hat dies unter anderem auf das Stadionbad, das häufiger als bisher für Veranstaltungen wie etwa Schwimmwettkämpfe oder Wasserballspiele genutzt werden soll. Die Öffentlichkeit muss dann zurückstecken. Für die Freibäder liegt ein derartiges Programm noch nicht vor.

Die Mieten: Sportvereine, Sportverbände und sonstige Nutzer müssen von 2016 an mehr zahlen, wenn sie die städtischen Bäder frequentieren wollen. Vorgesehen sind drei Stufen bis 2018. Zu diesem Zeitpunkt sind die Mieten dann gegenüber dem Stand von 2013 um 50 Prozent gestiegen – vorausgesetzt, die Politik stimmt zu. Von kommerziellen Nutzern will die Verwaltung eine kostendeckende Miete verlangen. Die Stadt erhofft sich insgesamt Mehreinnahmen von 25 000 Euro im Jahr.

Die Eintrittspreise: Laut Gutachten der Gesellschaft für das Badewesen subventioniert die Stadt jede verkaufte Eintrittskarte für die Bäder mit mehr als 5 Euro. Das Haushaltskonsolidierungsprogramm liefert eine Vorgabe. Von 2017 an sollen die jährlichen Einnahmen von derzeit rund 2 Millionen Euro um knapp eine Viertelmillion Euro wachsen. Ein Vorschlag der Verwaltung zu künftigen Ticketpreisen liegt noch nicht vor. Sie sollen „maßvoll und sozialverträglich“ steigen, lautet der Arbeitsauftrag.

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