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Stadt Hannover Neue Spur im Fall des Raubmörders?
Aus der Region Stadt Hannover Neue Spur im Fall des Raubmörders?
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00:15 18.12.2014
Von Tobias Morchner
In diesem NP-Markt in Stöcken erschoss der gesuchte Räuber einen 21-Jährigen. Quelle: Wilde
Kamp-Lintfort/Hannover

Die Polizei hatte im nordrhein-westfälischen Kamp-Lintfort hat am Nikolaustag vor einem Supermarkt das Fahrrad eines 40 bis 50 Jahre alten Mannes sichergestellt, der ein osteuropäisches Erscheinungsbild hat und mit russischem Akzent sprach. Er war vor der Filliale der Supermarktkette Kaufland aufgefallen, weil er einen Kasten Bier und eine Kiste Wasser gestohlen hatte. Als ein 31-jähriger Zeuge den Mann auf den Diebstahl ansprach, versuchte der Angesprochene, den 31-Jährigen einen Faustschlag ins Gesicht zu versetzen. Der Versuch ging ins Leere. Der Osteuropäer flüchtete zu Fuß und ließ sein Fahrrad zurück.

Die Beschreibung des Mannes passt haargenau zu der Beschreibung des gesuchten Raubmörders von Stöcken. Zudem gehen die Fahnder davon aus, dass der Täter mobil ist. Er könnte, nach bisherigem Stand der Ermittlungen, für 20 ähnliche Straftaten in Niedersachsen und angrenzenden Bundesländern verantwortlich sein. "Der Fall aus Kamp-Lintfort steht bislang nicht auf der Liste", sagt Hannovers Oberstaatsanwalt Thomas Klinge. Andrea Margraf, Sprecherin der für Kamp-Lintfort zuständigen Polizei Wesel, sagte: "Wir bedanken uns für den Hinweis und werden mit den Kollegen in Hannover Verbindung aufnehmen."

Der Gesuchte hatte den NP-Markt an der Weizenfeldstraße in Stöcken am Abend des 4. Dezember überfallen und dabei den 21-jährigen Joey K. erschossen sowie einen weiteren Mann (29 Jahre) schwer verletzt. Nur einen Tag später überfiel vermutlich derselbe Mann einen Supermarkt an der Weetzener Landstraße in Hemmingen.

Inzwischen haben die Fahnder eine Theorie zum Motiv des Täters entwickelt. Sie halten es für möglich, dass der Mann spielsüchtig ist und durch die Überfälle seine Sucht finanziert. Für diese Theorie spricht, dass er einen Tag nach dem Raubmord in Stöcken, bei dem er ohne Beute flüchten musste, in Hemmingen erneut zugeschlagen hat.

 Aus diesem Grund bitten die Ermittler jetzt insbesondere die Betreiber und Mitarbeiter von Spielotheken, sich die Bilder der Überwachungskameras von dem Täter genauer anzusehen. Die Beamten haben die Hoffnung, dass sie den Gesuchten auf den Fotos und Videos wiedererkennen können.

Der mutmaßliche Raubmörder von Stöcken ist 40 bis 60 Jahre alt, etwa 1,65 bis 1,75 Meter groß, spricht deutsch mit osteuropäischem Akzent, ist korpulent und hat kurze blonde, leicht grau melierte Haare. Er gilt als sehr gefährlich. Die Polizei rät dringend davon ab, sich ihm zu nähern. Hinweise an die Kripo unter (05 11) 1 09 55 55.  

(mit: frs)

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