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Desinteresse der Politik an Hebammen ist erschreckend

Kommentar Desinteresse der Politik an Hebammen ist erschreckend

Die MHH droht ihre einzige habilitierte Hebamme zu verlieren. Für den geplanten Studiengang für Hebammenwissenschaften ist sie unabdingbar. Aber die Region Hannover und das Land Niedersachsen tun nichts, um sie zu halten.

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Eine Hebamme hört in ihrer Praxis mit einem CTG die Herztöne eines Babys einer schwangeren Frau ab.

Quelle: Uli Deck/dpa

Hannover.   Es ist nur auf den ersten Blick bloß eine Personalie, wenn die MHH eine der wenigen habilitierten Hebammen Deutschlands möglicherweise an die Uni Lübeck verlieren wird. Auf den zweiten Blick zeigt sich dahinter noch etwas ganz anderes: ein erschreckendes Desinteresse der Politik an der Geburtshilfe in der Region. 

Nicht genug damit, dass die Wechselgerüchte seit Wochen die Runde machen. An den entscheidenden Stellen in Land und Region weiß man davon offiziell: nichts. Bei der Regionsverwaltung scheint es überdies mittlerweile so, als habe man mit der Geburtshilfe in der Nordstadtklinik gleich die Verantwortung für die Geburtshilfe in der gesamten Region mit abgegeben. 

Beim Land fällt die Große Koalition schon zu Beginn ihrer Regierungszeit wider besseres Wissen vieler Experten hinter Versprechungen von Politikerinnen aus der rot-grünen Koalition zurück. Frauen sollten sich das merken, wenn in Sonntagsreden wieder betont wird, wie schön es ist, dass sie mehr Kinder kriegen. Den Hebammenmangel in der Region und bundesweit zu bekämpfen sollte aber mehr Anstrengung wert sein. 

Von Jutta Rinas

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