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Stadt Hannover Hebammen dürfen künftig im Halteverbot parken
Aus der Region Stadt Hannover Hebammen dürfen künftig im Halteverbot parken
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00:16 18.02.2017
Von Andreas Schinkel
„Ich kann doch die Behandlung nicht abbrechen“: Hebamme Ruth Kerber. Quelle: Villegas
Hannover

Hebammen in Hannover wird ihre tägliche Arbeit künftig erleichtert: Sie dürfen künftig im eingeschränkten Halteverbot parken, auf Bewohnerparkplätzen, und sie werden von Parkgebühren befreit. Auch Parkscheibenregelungen gelten nicht mehr für sie. Die Idee dazu kommt aus der Ratspolitik.

Auf Initiative von SPD, Grünen und FDP hat der Bauausschuss einstimmig beschlossen, dass Hebammen besondere Parkausweise bekommen. „Die Ausnahmegenehmigung ist nötig, weil Hebammen häufig Hausbesuche machen und Frauen medizinisch betreuen“, sagte Grünen-Baupolitikerin Elisabeth Clausen-Muradian. „Die Partei“ schlug vor, auch Alten- und Krankenpflegern ein solches Privileg einzuräumen. Doch die Ampel-Mehrheit lehnte die Forderung ab.

„Wir bekommen etliche Knöllchen“

Für die Geburtshelferinnen bedeutet der Parkschein eine erhebliche Entlastung. „Wir bekommen etliche Knöllchen“, sagt Hebamme Ruth Kerber. Häufig dauere die Betreuung länger als gedacht. „Ich kann eine Behandlung doch nicht abbrechen, weil die Parkuhr abgelaufen ist“, sagt Kerber. Auch sei es bei Hausbesuchen in den Abendstunden oft schwierig, einen Parkplatz zu finden, vor allem in dicht besiedelten Stadtteilen wie der Südstadt und der List.

Ihre Kollegin Bogomila Tomiczek ist der gleichen Ansicht. „Ich spare sehr viel Zeit, wenn ich nicht mehr so lange nach einem Parkplatz suchen muss“, sagt sie. Tomiczek arbeitet in der Hebammenpraxis Mitte in der Lavesstraße. Dort sei die Situation eine Katastrophe. Viel Bußgeld habe sie schon zahlen müssen, und Hebammen gehörten beileibe nicht zu den Gutverdienern.

„Wir fangen mit den Hebammen an und sehen dann weiter“

Die Satirepartei „Die Partei“ ist der Ansicht, dass auch Kranken- und Altenpfleger bei ihren Hausbesuchen unter Druck stehen und ihre Verweildauer nicht nach der Parkuhr, sondern nach den Bedürfnissen ihrer Patienten ausrichten sollten. „Zudem ist das Gehalt bei dieser Berufsgruppe nicht üppig“, sagt „Partei“-Vertreter Oliver Förste. Die CDU hegt Sympathie für den Vorstoß, ebenso die AfD. Die SPD wendet ein, dass die Notsituation bei den Geburtshelferinnen doch eine andere sei als bei ambulanten Pflegern.

Die FDP warnt davor, die Sondererlaubnis vorschnell weiteren Berufsgruppen zu erteilen. „Ich könnte etliche Menschen aufzählen, die auch unter Druck stehen und mit dem Auto unterwegs sind“, sagt FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke. Als Handwerksmeister ist er auch Inhaber eines Parkausweises.

„Wir fangen mit den Hebammen an und sehen dann weiter“, sagt Wilfried Engelke. Damit bleibt eine Hintertür offen für weitere Parkausweise.

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