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Stadt Hannover Herbert gegen den Rest der Welt
Aus der Region Stadt Hannover Herbert gegen den Rest der Welt
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23:00 08.12.2014
Von Bernd Haase
Satirisches Sextett: Dirk Schmaler (von links), Kristian Teetz, Imre Grimm, Bruno Brauer, Uwe Janssen und Volker Wiedersheim auf der TaK-Bühne. Quelle: Kleinschmidt
Hannover

Kinder, wie die Zeit vergeht. Das Jahr 2014 liegt schon wieder so gut wie in den Annalen, dabei war es das beste 2014, das das christliche Abendland je gesehen hat. Und doch: Wichtige Fragen sind noch offen. Packen wir unseren Müll künftig in einen Sack oder eine Tonne, und wie viel müssen wir dafür bezahlen? Wer kauft am Ende das Ihmezentrum; und kauft es überhaupt einer, bevor es endgültig zusammenfällt? Wie werden wir das Sprengel-Museum finden, wenn es endgültig fertig ist? Und wie werden wir es dann in 20 Jahren finden? Hat die Lüttje Lage noch eine Zukunft in Zeiten, in denen alles immer größer wird? Trinken wir bald die XXL-Lage mit 15 Prozent mehr Inhalt ohne Aufpreis? Was wird aus unseren Krankenhäusern?

Kurzum: Hannover – atemlos (Helene Fischer war auch da). Über all dies hat die HAZ das gesamte Jahr über in gebotener Sachlichkeit berichtet. Und dann kommt der Salon Herbert Royal, das Satireensemble mit sechs Autoren dieser Zeitung, und blickt mit anderen Augen zurück auf das Gewesene. Sie tun das regelmäßig in kleinen Portionen im Theater am Küchengarten. Dienstagabend im Theater am Aegi und am kommenden Montag, 15. Dezember,  im Pavillon sowie am 8. Januar im Schloss Landestrost in Neustadt geht es dann ums Ganze – um den großen Bogen über dieses weltmeisterliche 2014.

Die Herberts, das sind Imre Grimm, der im 7.tag „das Ding“ verfasst, Uwe Janssen, der an gleicher Stelle „Leben ohne“ proklamiert und zusammen mit Bruno Brauer den Platzwart zum Thema Hannover 96 zu Wort kommen lässt, Lüttje-Lage-Autor Volker Wiedersheim sowie die Nachrichtenredakteure Kristian Teetz und Dirk Schmaler, die sich im Alltag mit Komik zurückhalten müssen. Dabei sind sie nicht allein, sondern werden vom dreiköpfigen Herbert-Royal-Salonorchester unterstützt: „Sommernachtstraum“-Komponist Heiner Lürig (E-Gitarre), Produzent Jens Krause (Schlagzeug)und Mathis Eberhardt (Bass).

Die Mischung macht’s. Seit dem ersten Herbert-Royal-Programm im Januar 2011 im TAK hat sich die Truppe eine feste Fangemeinde erspielt. Inzwischen ist beim Jahresrückblick das Theater am Aegi schon zu klein, die Zusatzshow im Pavillon musste her – und ist bis auf ganz wenige Restkarten auch ausverkauft.

Auch in diesem Jahr bietet das Sextett den bunten Mix aus Wort und Musik. Und siehe da: Über die Holländische Kakaostube, das Ihme-Zentrum, Ursula von der Leyen, 96er Steve Cherundolo, Klaus Meine und im weiteren Bogen Klaus Wowereit, das Emsland, Wladimir Putin und Angela Merkel kann man auch lachen, ohne sie der Lächerlichkeit preiszugeben. Die Farbe der Faxen im Salon Herbert Royal ist am Ende eben nicht nur Humor, sondern zugleich Hommage an die Stadt, die Region – schon vergessen, dass es Überlegungen für ein Schulfach „Regionologie“ gibt? – und ihre Leute. Das letzte Lied eines jeden Salons heißt nicht zufällig „Hannover first – dann Rest der Welt“.

Das neue Jahr wird neues bringen, aber dieses Motto, da braucht es keine große Vorhersehensgabe, wird bleiben.     

Herbert-CD

Die Hauptstadt besingt das unsterbliche Lied von der „Berliner Luft“. Hamburg ist mit der „Reeperbahn nachts um halb eins“ ein Denkmal gesetzt. Und Hannover? Nichts vom gleichen Kaliber. Noch nicht. Aber einen quasi offiziellen Soundtrack für das Jahr 2014 in Hannover, den gibt es jetzt. Der Salon Herbert Royal hat die besten Lieder seiner diesjährigen Programme auf einer CD zusammengefasst, die es ab heute (10 Uhr) exklusiv in der HAZ-Geschäftsstelle in der Langen Laube gibt. 18 Stücke für 12 Euro.

Hannover hat eine bemerkenswerte Orgellandschaft. Jedes Instrument hat seinen eigenen Klang – und unter den Orgeln sind einige echte Raritäten.

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