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Stadt Hannover Neues Hochhaus-Hotel hinter dem Hauptbahnhof geplant
Aus der Region Stadt Hannover Neues Hochhaus-Hotel hinter dem Hauptbahnhof geplant
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21:07 29.09.2016
Von Conrad von Meding
So soll das Hochhaus aussehen, in dem das Hotel untergebracht sein wird.
Hannover

Wenn die politischen Gremien zustimmen, soll vor Mitte 2017 der Neubau eines 15-stöckigen Hochhauses beginnen, in dem die Steigenberger-Gruppe 228 Zimmer einrichten will. Projektentwickler Bernd Rathenow von der hannoverschen Bauwo investiert rund 30 Millionen Euro.

Das Gebäude soll auf einem privaten Grundstücksteil zwischen Raschplatz-Pavillon und dem sandsteinfarbenen Gebäude der DZ-Bank entstehen. Es wird den Andreas-Hermes-Platz als Gegenüber zum Bredero-Hochhaus einrahmen, ist mit 55 Metern allerdings deutlich kleiner als das 91 Meter hohe Bredero-Hochhaus mit seinen 23 Stockwerken. Steigenberger betreibt bereits im alten Fernmeldeamt Rosenstraße auf der anderen Seite des Hauptbahnhofs ein Intercity-Hotel,dort reichen die Kapazitäten allerdings nicht aus.

„Der Neubau wird optisch ein Highlight“, verspricht Entwickler Rathenow. Die Fassade werde mit Keramikplatten verkleidet, deren Farbe zwischen Anthrazit und Bordeaux changiere. Als Architekt wurde Jürgen Böge vom Hamburger Büro Böge Lindner K2 gewonnen, der bereits die benachbarte DZ-Bank gebaut hat. Der Grundriss ist siebeneckig, weil sich das Gebäude der Form des unregelmäßig geschnittenen, 2000 Quadratmetergroßen Grundstücks anpasst, allerdings ist die Hotelgrundfläche mit 600 Quadratmetern deutlich kleiner. In den drei unteren Geschossen befinden sich Empfang und Bar, das Hotelrestaurant und schließlich die Tagungsbereiche, darüber die Zimmer. Statt neue Parkplätze zu bauen, sollen Stellflächen in der Tiefgarage unter der Raschplatz-Hochstraße übernommen werden.

Für den Neubau muss die Steininstallation „Wasserwand“ auf dem Platz weichen. Das runde Wasserbecken dahinter könnte bleiben – allerdings will die Stadtverwaltung ein neues Gesamtkonzept für den Platz entwickeln.
Im Kulturzentrum Raschplatz-Pavillon sieht man das Vorhaben skeptisch. Die Betreiber befürchten Verschattungen des Grundstücks, das derzeit für Veranstaltungen genutzt wird.

Das Hotel entsteht nun nur auf dem Grundstück direkt an der Berliner Allee, das im Privateigentum des Immobilienentwicklers Peter Engel ist, dem auch das Gebäude der DZ-Bank gehört. Er hat einen Grundstückskaufvertrag mit Rathenow geschlossen, der in Kraft tritt, sobald Baurecht für das Hotel geschaffen ist.     

Nicht nur auf der Limmerstraße in Linden-Nord, sondern auch im Rest von Hannover prägen Kioske das Stadtbild. Drei von ihnen stehen unter Denkmalschutz: Einer am Bertha-von-Suttner-Platz in der Südstadt, zwei an den Herrenhäuser Gärten.

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