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Stadt Hannover Wurde das Schicksal eines jüdischen Kindes geklärt?
Aus der Region Stadt Hannover Wurde das Schicksal eines jüdischen Kindes geklärt?
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07:26 31.01.2017
Professor Sascha Spoun, Marlene Bethlehem und Michael Fürst. Quelle: Heusel
Hannover

Ihre Rede rührte viele der 1200 Besucher im Großen Sendesaal des NDR zu Tränen: In der Veranstaltung zum Holocaust-Gedenktag berichtete Marlene Bethlehem von der Memorial Foundation for Jewish Culture in New York dort am Sonntag, wie ihr Cousin Josse 1942 als siebenjähriger Junge aus einem Deportationszug geschmuggelt wurde, gemeinsam mit einem anderen Kind namens Simon Haas. „Spiel mit dem anderen Jungen“, waren die letzten Worte, die Josse damals von seiner Mutter hörte.

Ein Rabbi erinnert sich

Die jüdischen Kinder verloren sich jedoch aus den Augen. „Bisher wussten wir nicht, was aus Simon Haas geworden ist“, sagt Marlene Bethlehem. Dank ihrer Rede beim NDR könnte sich das jetzt ändern – denn Rabbi Lionel Rosenfeld, der mit dem Chor Shabbaton aus London zu der Gedenkveranstaltung angereist war, horchte sofort auf, als er den Namen Simon Haas hörte. Er glaubt zu wissen, was aus dem Jungen wurde, der damals dem Tod entging: „Er landete später in Großbritannien und war ein sehr beliebter Kantor“, sagt der Tenor.

Lücke in der Familiengeschichte

Marlene Bethlehem wird der Spur jetzt nachgehen – und so möglicherweise eine Lücke in ihrer Familiengeschichte schließen können. „Wenn sich das bewahrheitet“, sagt die gebürtige Südafrikanerin bewegt, „hat sich meine Reise nach Hannover wirklich gelohnt.“

Von Simon Benne  

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