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Stadt Hannover Mensa an der Expo-Plaza schließt für Monate
Aus der Region Stadt Hannover Mensa an der Expo-Plaza schließt für Monate
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00:16 21.05.2018
Da die Mensa „Große Pause“ an der Expoplaza für längere Zeit ist geschlossen ist, holt Student Jonas Völpel sich Essen im Café. Quelle: Clemens Heidrich
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Hannover

  Amely Werner ist genervt. „Ich habe die Brötchen in der Cafeteria mittlerweile auch irgendwie satt“, sagt die 24-Jährige, die an der Hochschule Hannover Innenarchitektur studiert. Der Grund für ihren Unmut: Die eigentliche Hochschulmensa „Große Pause“ an der Expo-Plaza hat ihren Betrieb seit 25. April aufgrund eines defekten Abwasserkanals eingestellt. Wie jetzt bekannt wurde, soll sie aufgrund der Reparaturarbeiten noch bis 15. August geschlossen bleiben. „Ich bringe jetzt oft selbst Essen mit“, erzählt Werner. 

Bis zu 12.000 Essen am Tag gibt das Hannover als Betreiber sonst in der Mensa aus. „Es ist ein Riesenproblem“, findet Eberhard Hoffmann, Geschäftsführer des Studentenwerks. Die Hochschule Hannover (HsH) hat das Mensa-Gebäude von einem externen Eigentümer gemietet, der den Schaden Ende April der Hochschule gemeldet haben soll. „Ein Abwasserkanal ist defekt und das fetthaltige Wasser tritt an der Schadstelle aus. Dieses Gemisch läuft in die Installationsschächte, lagert sich dort ab und entwickelt eine starke Geruchsbelastung“, erläutert Heiko Kupsch, Dezernatsleiter Gebäudemanagement, in einer Rundmail an alle Studenten.

Damit die Studenten am Campus an der Expo-Plaza nicht komplett ohne warmes Essen auskommen müssen, hat das Studentenwerk das Angebot der Cafeteria Seeblick ausgebaut. Neben Brötchen oder Wraps bekommen Studenten dort auch Pizza. Das Personal wurde aufgestockt und die Öffnungszeiten verlängert. „Das ist trotzdem nur ein Tropfen auf dem heißen Stein“, urteilt der Geschäftsführer des Studentenwerks. Daher soll ab Mittwoch, 23. Mai, ein acht Meter langer Foodtruck für Abhilfe sorgen. Drei bis vier Mitarbeiter des Studentenwerks werden dann rund 400 warme Mahlzeiten zubereiten. Es soll vor allem Gegrilltes geben, aber auch Salate für Vegetarier. Doch auch damit werden nicht genug Studenten versorgt werden können. „In dieser Situation ist das dennoch erstmal das beste Instrument“, erklärt Hoffmann. 

Nun hat auch das Café „60 Grad“ neben der geschlossenen Mensa reagiert, das selbst nicht von dem Schaden betroffen ist. Seit Mittwoch bietet der Betreiber Bratwürstchen, Gemüsespieße und Salate an. „Es wurde bereits super angenommen“, weiß Mitarbeiter Heinrich Bauer. Zwischen 11.30 und 14 Uhr wird er täglich bis zur Wiedereröffnung der Mensa am Grill stehen.

Die Studenten sorgen sich nun vor überteuerten Preisen am Foodtruck und geringer Auswahl, berichtet der Allgemeine Studierenden-Ausschuss (Asta) der HsH.  Studentenwerkgeschäftsführer Hoffmann versucht zu beruhigen: „Es bleibt bei studentischen Preisen.“ Einschränkungen in der Essensauswahl seien allerdings nicht zu vermeiden. Das reicht dem Asta nicht. Eine Woche werde man sich den Foodtruck anschauen.  „Wenn das Angebot nicht stimmt, überlegen wir, ob nicht ein Teil der Semestergebühren vom Studentenwerk erstattet werden sollte“, erklärt Asta-Referentin Michèle Förster. 

Von Laura Ebeling

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