Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadt Hannover Hochschule Hannover muss Ausgaben kürzen
Aus der Region Stadt Hannover Hochschule Hannover muss Ausgaben kürzen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:00 03.11.2018
Die Hochschule Hannover hat den Neubau der Mensa auf dem Campus Linden zum Teil selbst bezahlt. Quelle: Christian Behrens
Hannover

Die Hochschule Hannover (HsH) hat ihre Ausgaben bis Jahresende drastisch gekürzt. Fakultäten und Verwaltung dürfen im November und Dezember nur noch maximal 20 Prozent ihres Budgets verwenden. Unter Studenten hat die Ankündigung bereits erhebliche Unruhe ausgelöst, sie befürchten die Entlassung von Mitarbeitern. „Es wird kein Seminar wegfallen und nichts, was für den Lehrbetrieb notwendig ist“, betont Präsident Josef von Helden. Es gehe um Geld für Sachmittel. Von Helden hofft, dass manche Abteilungen ihr Jahresbudget nicht komplett verplant haben, möglicherweise die Erneuerung von Geräten zurückstellen können. Kurzfristig will die Hochschule auf diesem Wege bis zu zwei Millionen Euro einsparen.

Ein Grund für die knappen Finanzen sind gestiegene Baukosten. Aktuell entsteht auf dem Campus Linden ein neues Studierenden-Zentrum, neben dem Land trägt die Hochschule einen Teil der Kosten. Das Problem reicht jedoch tiefer. Angesichts steigender Studentenzahlen bekam die HsH aus dem Hochschulpakt mit dem Land zusätzliches Geld, das sie zunächst hortete, auch weil manche Professorenstelle sich zunächst nicht besetzen ließ. Ab 2016 flossen diese Rücklagen in Sanierung und Neubauten sowie in befristete Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter. Außerdem stockte die Hochschule mit dem Geld das Budget für laufende Ausgaben auf.

„Die restlichen Rücklagen sind weitgehend verplant. Wir müssen jetzt wieder mit dem auskommen, was wir jährlich vom Land bekommen“, sagt von Helden. Aus Landesmittel fließen pro Jahr 65 Millionen Euro. Der Umschwung kommt allerdings abrupter als gedacht. Für 2019 stehen nun weitere Einschränkungen an. Gut 20 befristete Verträge laufen nächstes Jahr aus und werden nicht verlängert. Zum Teil betrifft dies Mitarbeiter auf Projektstellen in der Verwaltung. Die HsH hat aber auch befristete Stellen für Doktoranden geschaffen, um Forschungsaktivitäten anzuschieben. Da Fachhochschulen keine Dissertationen abnehmen, ging dies nur in Kooperation mit Universitäten. Das Ende der auf drei bis fünf Jahre befristeten Doktorandenstellen ist absehbar. „Es war klar, dass es dabei um eine einmalige Situation geht“, meint von Helden.

Aus den Rücklagen hat die HsH einen Eigenanteil für Bauten wie die neue Mensa am Campus Linden gezahlt. Der Nachholbedarf, auch bei der Gebäudesanierung sei groß gewesen, ein Teil nun abgearbeitet. „An sich ist das Aufgabe des Landes“, betont der HsH-Präsident. Der Hochschule fehlten dennoch weiter in erheblichem Umfang Räume. Seit 2006 habe sich die Zahl der Studenten fast verdoppelt.

Im niedersächsischen Wissenschaftsministerium ist die sich verschlechternde Finanzsituation der HsH bekannt. Mit der Hochschulleitung seien darüber mehrfach Gespräche geführt worden. Die geplanten Schritte zur Konsolidierung will das Ministerium im Blick behalten.

Von Bärbel Hilbig

Straßennamen spiegeln ein Stück Geschichte. Wer unliebsame Namen tilgen will, macht es sich zu leicht, meint Simon Benne.

03.11.2018

Bei einem verheerenden Brand eines Reisebusses starben auf der Autobahn 2 bei Garbsen vor zehn Jahren 20 Menschen – unter ihnen ein 13 Jahre altes Mädchen. Das Unglück ist bis auf den heutigen Tag mit der Firma Mommeyer verbunden.

05.11.2018

So lustig kann das Leben in Hannover sein: In der täglichen Kult-Glosse „Lüttje Lage“ erzählen HAZ-Autoren von den skurrilen, absurden und bemerkenswerten Erlebnissen des Alltags. Heute: Das stille Leid der Fahrstuhlfahrer

05.11.2018