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Stadt Hannover Ihme-Zentrum wird im Februar versteigert
Aus der Region Stadt Hannover Ihme-Zentrum wird im Februar versteigert
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00:15 17.12.2014
Das von Gutachtern auf rund 50 Millionen Euro taxierte Gewerbepaket im Ihme-Zentrum könnte zum Minimalpreis von 1,8 Millionen Euro ersteigert werden. Quelle: Kleinschmidt/dpa
Hannover

Der Hammer soll am Mittwoch, 18. Februar, fallen. Nachdem ein Unbekannter im ersten Verfahren im August ein absurd niedriges Gebot abgegeben hatte, sind jetzt alle Wertgrenzen gefallen. Das von Gutachtern auf rund 50 Millionen Euro taxierte Gewerbepaket im Ihme-Zentrum könnte daher zum Minimalpreis von 1,8 Millionen Euro ersteigert werden. Im Ihme-Zentrum wächst deshalb die Angst vor Spekulanten, die nach einem Kauf die notwendigen Summen für die Erneuerung der Immobilie nicht aufbringen.

Die Verschleuderungsgrenze liegt bei 20 Prozent

Der Gebäudekomplex an der Ihme gilt in Hannover als Synonym für die Großmannssucht von Investoren und gescheiterte Sanierungsversuche. Nacheinander haben sich verschiedene Spekulanten an der Revitalisierung verhoben, zuletzt ist 2009 eine Fondsgesellschaft des US-Giganten Carlyle mit dem Projekt in die Pleite geschliddert. Dabei gelten die oberen Geschosse mit den Wohnungen als wirtschaftlich weitgehend gesund - Probleme bereiten die Gewerbeetagen darunter, in denen in den siebziger Jahren der Handel blühte und jetzt nur noch Tauben flattern.

Auch das 20-stöckige Bürohochhaus, in dem die Stadtwerke Mieterin sind, gilt als stark sanierungsbedürftig. Die Parketage im Untergeschoss hingegen ist in Teilen bereits renoviert. Die Landesbank Berlin als Gläubigerin der Fondspleite hat die Arbeiten dort zu Ende führen lassen. Auch aktuell wird im Erdgeschoss im Bereich der Brücke Spinnereistraße gebaut.

Gutachter haben folgende Summen für die Einzelbestandteile des Immobilienpakets errechnet: Der völlig entkernte Ladenkomplex Ihme-Arkaden müsste eigentlich 11,6 Millionen Euro bringen, die Bürohäuser sollten einen Wert von 16,8 und 12,02 Millionen Euro haben, zudem kommen einige Hundert Wohnungen für 6,5 Millionen Euro und das frisch sanierte Parkhaus für 2,7 Millionen Euro unter den Hammer. Zusammen summieren sich die Verkehrswerte auf 49,62 Millionen Euro. Weil im August der Mann, der sich „Herr Noak“ nannte und den alle für einen Strohmann halten, mit 17 Millionen Euro ein Angebot abgegeben hat, das vom Gericht abgelehnt wurde, sehen die Versteigerungsregeln für den zweiten Termin nun den Fall aller Wertgrenzen vor. Nur das Gericht und die Gutachter müssen bezahlt werden, was etwa 1,8 Millionen Euro kostet. Allerdings kann das Gericht eine sogenannte Verschleuderungsgrenze von 20 Prozent des Verkehrswertes festlegen - dann wäre der Gebäudekomplex für 10 Millionen Euro zu haben. Gegenüber der HAZ hat die Sprecherin der Landesbank Berlin, Constanze Stempel, bereits angekündigt, dass die Gläubigerin wieder auf dem sogenannten Gesamtangebot bestehen wird - damit soll verhindert werden, dass Einzelspekulanten sich nur die besseren Immobilienteile herauspicken.

Der erste Versteigerungstermin war relativ kurzfristig in einen größeren Saal verlegt worden. Etwa 100 Zuschauer hatten die Szene verfolgt, darunter viele Wohnungseigentümer aus dem Ihme-Zentrum. Beim Amtsgericht hat man sich darauf eingestellt, auch zum Februartermin wieder einen größeren Raum anbieten zu müssen.

Von Conrad von Meding

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