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Stadt Hannover So kam es zur illegalen Party an der Leine
Aus der Region Stadt Hannover So kam es zur illegalen Party an der Leine
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00:15 29.07.2017
Am Leine-Ufer haben rund 300 Menschen gefeiert. Quelle: Behrens
Hannover

Als gegen 0.30 Uhr am Sonnabend der Polizeihubschrauber seinen Suchscheinwerfer auf die Leine-Böschung mit rund 300 Feiernden richtete, war klar: Diese Party ist beendet. Mehrere Einsatzwagen hatten zeitgleich am Moritzwinkel Stellung bezogen, die Beamten begannen die Partygäste zu vertreiben. Der Grund: Die Goa-Party war nicht bei der Stadt angemeldet worden. Die HAZ hat mit der Familie gesprochen, die die Veranstaltung geplant, aber nicht bei der Stadt angemeldet hatte.

„Wie ein Schwerverbrecher“

Der Abend wird der Familie aus Sarstedt noch lange in Erinnerung bleiben - und der Ärger, der auf Vater, Mutter und Tochter zukommen könnte, wohl ebenfalls. „Das ist eine Geschichte für die Enkel“, sagt der 44-jährige Familienvater und Veranstalter. „Als der Hubschrauber kam, habe ich mich gefühlt wie eine Schwerverbrecherin“, sagt die 40-jährige Mutter. Ihren Namen möchte die Familie nicht in der Zeitung lesen.

Welche Strafe die Sarstedter zu erwarten haben, ist noch nicht klar. Laut Stadt steht mindestens eine Ordnungswidrigkeit zu Buche. Eigentlich wollte das Trio nur an der freien Luft Musik spielen, mit Freunden auf einer Decke sitzen und ein bisschen tanzen. Das hatte einen knappen Monat vorher auch schon geklappt: Zum 18. Geburtstag der Tochter hatte man an derselben Stelle auch schon gefeiert - zwei Tage lang. Von Freitagnachmittag bis Sonntagmorgen ging die Feier damals.

Stelle bei Radtour entdeckt

Geschlafen wurde damals, wenn überhaupt, an der frischen Luft. „Ich hatte zehn Leute eingeladen. Spontan waren es zwischendurch 100 oder 150 Menschen, die mitgefeiert haben“, erinnert sich die Tochter. „Am nächsten Tag haben wir den Müll weggeräumt und uns bei der Polizei bedankt“, betont die Mutter. Die Stelle am Leine-Ufer hatten die Eltern bei einer Radtour entdeckt. „Damals haben wir dort jemanden gesehen, der ein DJ-Pult aufgebaut hatte. Da haben wir uns gedacht: Das wollen wir auch machen“, sagt die 40-jährige Mutter. Im heimischen Sarstedt habe man keinen geeigneten Ort gefunden.

Am vergangenen Freitag sollte die Open-Air-Party nun wiederholt werden. Einige Freunde hatte man persönlich eingeladen. Und in einer Facebook-Gruppe mit 5000 Mitgliedern wurde die Party ebenfalls angekündigt. Die Idee, die Veranstaltung bei der Stadt anzumelden, verwarf die Familie: „Wir wollten einfach nur feiern“, sagt die Mutter. Die 18-jährige Schülerin ergänzt: „Die Stadt hätte es wahrscheinlich ohnehin nicht erlaubt. Also haben wir uns dagegen entschieden.“ Man habe stets die Lautstärke mit einem Dezibelmesser kontrolliert und Müll eingesammelt.

„Wer plant, muss anmelden“

Aufgelöst wurde die Party dann trotzdem. „Wer eine Veranstaltung plant, muss das anmelden“, sagt Konstanze Kalmus von der Stadt Hannover. „Ordnung, Sicherheit, Lärmschutz - für eine Genehmigung müssen wir ein ganzes Paket an Kriterien prüfen.“

Gibt die Stadt das Okay, werden Auflagen an die Veranstalter weitergegeben. „Wer eine Party plant, sollte sich unbedingt um die Genehmigung kümmern“, rät Kalmus. Sonst könnte es dem Veranstalter ähnlich ergehen wie der Familie aus Sarstedt. Die hat, abgesehen vom ordnungspolitischen Nachspiel, nun immerhin eine Geschichte für die Enkelkinder.

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