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Stadt Hannover Im Hotel darf wieder gefeiert werden
Aus der Region Stadt Hannover Im Hotel darf wieder gefeiert werden
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20:43 10.12.2014
Von Michael Zgoll
Nur zwölf Meter beträgt der Abstand zwischen Hotel und Doppelhaushälften. Quelle: Zgoll
Hannover

Demnach muss die Stadt Hannover dem Hotelbetreiber eine Baugenehmigung erteilen, so dass dieser seine 2011 errichteten Konferenzräume wieder für Weihnachts-, Hochzeits- oder Geburtstagsfeiern nutzen kann; gekoppelt ist dies aber an etliche Auflagen. Vor einem Jahr hatte das Gericht feuchtfröhliche Partys in den neuen Anbauten per Eilverfahren untersagt, weil es keine solche Baugenehmigung gab.

Im Kern geht es darum, dass die Nachbarn des Hotels an der Ecke der Straßen Im Heidkampe und Laher Heide darauf pochen, vor übermäßigem Lärm geschützt zu werden. Eigentlich, so hatte es 2011 vonseiten des Betreibers geheißen, sollten in den drei neuen Räumen nur Tagungen abgehalten werden. Tatsächlich aber feierten die Gäste hier manchmal bis in den Morgen „Outdoor Wedding“ oder Partys mit Cocktail-Flatrate - mit entsprechend lauter Musik, Lachen, Stimmengewirr und Gläserklingen.

2011 war dies noch kein Problem, denn damals war auf dem Grundstück südlich des Hotels eine Tankstelle angesiedelt. Doch dann wurde diese abgerissen und 2012 von vier Doppelhäusern ersetzt. Der Abstand von Hotelwand zu Hauswand beträgt rund zwölf Meter. Die neuen Nachbarn waren entsetzt, so häufig in ihrer Nachtruhe gestört zu werden, und monierten bei Partys Überschreitungen des zulässigen Lärmgrenzwerts um bis zu 24 Dezibel. Mehrfach wurde die Polizei gerufen, schließlich minderten einige Mieter von Doppelhaushälften sogar die Miete. Im September 2013 erbarmte sich die Stadt der Nöte der Anwoher und untersagte der Geschäftsführung des Hotels, in den Konferenzräumen weiterhin Feiern auszurichten.

Gegen diesen Beschluss zog das Viva Creativo zu Felde - und unterlag im Dezember 2013 im ersten Verwaltungsgerichtsprozess. Wie die Geschäftsführerin sagte, sei dem Hotel wegen des einjährigen Feierverbots ein erheblicher wirtschaftlicher Schaden entstanden.

Doch damit ist es nun vorbei. Die 4. Kammer des Verwaltungsgerichts verknüpfte die Baugenehmigung allerdings mit mehreren Auflagen. So darf in den Konferenzräumen bei Feiern nur die dort fest installierte und mit einem Schallbegrenzer versehene Musikanlage genutzt werden. Die - abschließbaren - Fenster müssen geschlossen bleiben, die Notausgänge in den Garten sollen nicht von Partygästen genutzt werden.

„Wir sind skeptisch, dass sich alle Gäste an die Vereinbarungen halten und die Lärmgrenzwerte eingehalten werden“, sagte Rechtsanwalt Matthias Schütte, der eine Vermieterin aus der Nachbarschaft vertritt. „Wenn man sich auf die Lauer legt, dann hört man immer etwas“, konterte Eckhard David, der Anwalt des Hotelbetreibers. „Vollzugsprobleme“, meinte der Vorsitzende Richter Ingo Behrens, gebe es bei Auflagen wie geschlossenen Fenstern immer. Aber über mögliche neue Beschwerden müsse dann nicht mehr das Verwaltungsgericht befinden - hier greife im Ernstfall das Ordnungswidrigkeitenrecht.

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