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Stadt Hannover Immer mehr bedürftige Familien in der Region nutzen das Bildungspaket
Aus der Region Stadt Hannover Immer mehr bedürftige Familien in der Region nutzen das Bildungspaket
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00:29 09.06.2018
Ein warmes Mittagessen in der Schule enthält das Hartz-IV-Bildungspaket auch. Quelle: dpa
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Hannover

Immer mehr bedürftige Eltern aus der Region nutzen die staatlichen Zuschüsse aus dem Bildungspaket des Bundes, um ihren Kindern Nachhilfestunden, den Fußballverein, die Klassenfahrt oder ein warmes Mittagessen in der Schule zu ermöglichen. Das geht aus dem Jahresbericht des Bildungs- und Teilhabepakets (BuT) 2017 hervor, den die Regionsverwaltung jetzt im Sozialausschuss vorgestellt hat. Demzufolge hat sich die Quote der Kinder und Jugendlichen, die von diesem Geld profitieren, regionsweit von 46,1 Prozent im Jahr 2016 auf 51,1 Prozent erhöht. Bei Kindern und Jugendlichen im Alter von sechs bis 15 Jahren stieg die Quote für die gesamte Region Hannover sogar von 75,5 Prozent (2016) auf 82 Prozent (2017).

Das sei eine sehr gute Entwicklung und schaffe bessere Bildungschancen für Kinder und Jugendliche, sagte Andrea Hanke, Sozialdezernentin der Region Hannover in dem Ausschuss. Allerdings: Gerade beim warmen Mittagessen in der Schule liegt die Quote sehr viel niedriger, nur etwas mehr als ein Drittel aller bedürftigen Familien rufen hier das Geld aus dem Bildungspaket ab. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass es ein aus dem Bildungspaket gefördertes warmes Essen überhaupt nur für Kinder gibt, deren Schulen eines anbieten. Kinder, deren Schulen kein Ganztagsangebot haben oder die von der Schule in eine schulunabhängige Nachmittagsbetreuung wechseln, haben dem zufolge keinen Anspruch. Kritiker fordern deshalb schon seit Längerem ein kostenloses Mittagessen für bedürftige Kinder.

Von 2016 auf 2017 ist in der Region darüber hinaus die Quote der Inanspruchnahmen zwar in fast allen Kommunen gewachsen.Im Vergleich aller 21 Städte und Gemeinden der Region ist sie dem BuT-Jahresbericht zufolge aber sehr unterschiedlich hoch. Sie liegt in Uetze bei 66,1 Prozent, in Ronnenberg dagegen nur bei 34,3 Prozent. Die Gründe dafür sind, so eine Sprecherin der Region, sehr unterschiedlich. Mehr bedürftige Familien erreiche man mit Hilfe von Schulsozialarbeitern, die sich für das BuT einsetzen. Es sei zudem wichtig, dass die Eltern in Schulen und Kindertageseinrichtungen stets auf die Möglichkeit hingewiesen würden, Tagesausflüge und Klassenfahrten über das Bildungspaket abzurechnen.

Sozialdezernentin Hanke kritisierte zudem, dass der Förderbetrag im Bereich der kulturellen Teilhabe zu niedrig sei. Die vom Gesetzgeber veranschlagten zehn Euro im Monat für den Mitgliedsbeitrag im Sportverein oder die Musikschul-Gebühren reichten oft nicht. Bundesweit haben die Linken diesen Betrag unlängst als „lächerlich gering“ bezeichnet. Im Bundesdurchschnitt ruft derzeit laut Bundessozialministerium nur jeder vierte Anspruchsberechtigte Geld aus dem Bildungspaket ab. Anspruchsberechtigt sind alle Kinder und Jugendlichen, die staatliche Leistungen zum Lebensunterhalt beziehen.

Von Jutta Rinas

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