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Stadt Hannover Immer mehr süchtig nach Sportwetten
Aus der Region Stadt Hannover Immer mehr süchtig nach Sportwetten
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20:42 28.09.2016
Von Tobias Morchner
Step und Diakonie machen auf die höhere Zahl der Spielsüchtigen aufmerksam. Quelle: Rainer Dröse
Hannover

Betroffen sind insbesondere junge Männer mit Migrationshintergrund.

Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung stieg die Teilnahme an Sportwetten bei den 18- bis 20-Jährigen im vergangenen Jahr sprunghaft an – von 5,7 Prozent im Jahr 2013 auf 12,8 Prozent zwei Jahre später.

Insgesamt ist auch der Anteil der Sportwetten am gesamten Glücksspiel angestiegen – von 9,5 Prozent im Jahr 2014 auf 13,8 Prozent ein Jahr später. „Bei uns gaben allein in diesem Jahr von den bislang 76 Neuaufnahmen fast 30 Prozent an, durch Sportwetten die Kontrolle verloren zu haben“, sagt Silke Quast vom Diakonischen Werk Hannover. Zudem suchten im vergangenen Jahr erstmals auch minderjährige Schüler die Beratungsstelle auf, weil sie sich, eigenen Angaben zufolge, bei Sportwetten verschuldet hatten.

Die Experten der Diakonie und von Step gehen davon aus, dass die Betroffenen oft durch Selbstüberschätzung in die Glücksspielsucht geraten. „Sie kennen sich gut im Fußball oder in anderen Sportarten aus und hoffen auf das schnelle Geld“, sagt Quast. In der Öffentlichkeit werde zu wenig thematisiert, dass Sportwetten auch Glücksspiele seien und ihr Ergebnis maßgeblich vom Zufall abhänge, sagt Quast weiter.

Die Landesstelle für Suchtfragen in Niedersachsen hat jetzt gemeinsam mit Kollegen aus Hessen und Thüringen einen Kurzfilm zum Thema entwickelt. Er ist im Internet auf der Seite www.wette-glueck.de zu sehen. In einfachen Worten und mit animierten Bildern weist das Video auf die Gefahren von Sportwetten hin. Der Film ist ab sofort in deutscher, türkischer und arabischer Sprache verfügbar.     

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