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Stadt Hannover Steigen Immobilienpreise um weitere 62 Prozent?
Aus der Region Stadt Hannover Steigen Immobilienpreise um weitere 62 Prozent?
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07:00 13.02.2019
Wie stark werden die Immobilienpreise in Hannover steigen? In den vergangenen Jahren haben sie sich verdoppelt – und der Trend zeigt weiter aufwärts. Quelle: Tim Schaarschmidt (Archiv)
Hannover

Einer Datenanalyse des Internetportals Immowelt zufolge werden die Immobilienpreise in Hannover bis 2030 weiter steigen, und das so stark wie nirgendwo anders: um 62 Prozent. Grund seien unter anderem die gute Lage in Deutschland und der stabile Arbeitsmarkt, aber auch die bisher im Großstadtvergleich noch relativ günstigen Preise und steigende Bevölkerungszahlen. Beim Verband der Wohnungsverband (vdw) findet Direktor Heiner Pott die Zahlen „wenig überraschend“ – und fordert ein Umsteuern bei technischen Vorgaben, verschärften Baustandards und zähen Genehmigungsverfahren: „Wenn wir den Menschen auch künftig bezahlbares Wohnen in unseren Städten anbieten wollen, müssen die Rahmenbedingungen verbessert werden. Jetzt ist die Politik am Zug.“

Durchschnitts-Quadratmeterpreis in Hannover steigt auf 3990 Euro

Immowelt hat anhand Tausender Angebote sowohl neuer wie auch gebrauchter Immobilien in Hannover einen derzeitigen durchschnittlichen Verkaufspreis von 2460 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche errechnet. Für das Jahr 2030 würde dieser Wert 3990 Euro betragen. In allen anderen untersuchten Großstädten ist der prozentuale Anstieg geringer – allerdings sind die Summen vielfach längst höher. In Berlin soll der Quadratmeterpreis um 60 Prozent auf 6190 Euro steigen, in Düsseldorf um 48 Prozent auf 4660 Euro, in Frankfurt um 52 Prozent auf 7090 Euro. München würde mit einem Anstieg von 60 Prozent auf 11.380 Euro klettern. Eine durchschnittliche 90-Quadratmeter-Wohnung würde dann dort einen Millionenbetrag kosten.

Seit 2008 haben sich die Preise verdoppelt

Ältere Analysen zur Preisentwicklung zeigen allerdings, dass der Anstieg eigentlich gebremst ist. In Hannover sind die Preise für Immobilieneigentum von 2008 bis 2018 sogar um rund 120 Prozent gestiegen – deutlich mehr als eine Verdoppelung. Vor zehn Jahre lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei etwa 1120 Euro. „Städte wie Hannover und Bremen holen in Teilen nach, was sich in aktuellen Hotspots wie Berlin oder Frankfurt in den vergangenen Jahren abgespielt hat – wobei sie deren Niveau auch bis 2030 nicht erreichen werden“, sagt vdw-Direktor Pott.

Ein wichtiger Faktor in Hannover ist das Bevölkerungswachstum. Von 2012 bis 2017 stiegen die Zahlen um 4 Prozent, bis 2030 gehen die Empiriker von weiteren 20 000 Neu-Hannoveranern aus – die alle irgendwo wohnen müssen. Auch der Trend zu Single-Haushalten und zu großen Wohnflächen verschärfen die Situation am Markt.

Baurechte für 10 000 Wohnungen geschaffen

Hannover versucht, dem Preisanstieg entgegenzuwirken, indem wir mehr Platz für Wohnungsbau schaffen“, sagt Stadtbaurat Uwe Bodemann. Seit 2013 bis Ende dieses Jahres will die Stadt Baurechte für 10 000 neue Wohnungen geschaffen haben, nicht nur in großen Neubaugebieten wie Kronsberg und Wasserstadt, sondern auch verteilt über das Stadtgebiet in zahlreichen kleineren Arealen. Allerdings hinkt die Baubranche hinterher. Einer Aufstellung zufolge, die den Ratspolitikern im Dezember vorgelegt wurde, wurden für konkrete Bauvorhaben 2017 nur 1725 Bauanträge genehmigt, 2018 nur gut 2000. Bis die neuen Wohnungen gebaut sind und bezogen werden können, wird also noch Zeit vergehen.

Lesen Sie mehr zum Thema:

Überblick: Mieten und Kaufpreise in Hannover steigen weiter an

Kommentar: Wir brauchen mehr bezahlbare Wohnungen

Report: Schöner wohnen in Hannover – aber wo nur? (mit Stadtteilgrafiken und Preisbeispielen)

Von Conrad von Meding

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