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Stadt Hannover Immobilienpreise steigen an: Hannover noch günstig
Aus der Region Stadt Hannover Immobilienpreise steigen an: Hannover noch günstig
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22:49 18.07.2017
In Hannover sind die Preise noch vergleichsweise günstig. Quelle: Dröse
Hannover

Im Jahr 2016 sind die Preise für Immobilien in Deutschland noch stärker gestiegen als in den Vorjahren. So zahlten Käufer für eine Eigentumswohnung Ende 2016 durchschnittlich sieben Prozent mehr als noch Ende 2015, ermittelte das Forschungsinstitut vdpResearch im Auftrag der Stiftung Warentest. In den Vorjahren waren die Preise im Schnitt um rund 4 Prozent gestiegen.

Am teuersten sind Immobilien nach wie vor in München - die Preise in sehr guter Lage stiegen der Untersuchung zufolge um 11 Prozent und lagen bei 9525 Euro pro Quadratmeter. In Hamburg kosteten Eigentumswohnungen in sehr guter Lage 7455 Euro pro Quadratmeter.

Hannover vergleichsweise günstig

In der Region Hannover waren Eigentumswohnungen Ende 2016 um 7,1 Prozent teurer als ein Jahr zuvor, der Anstieg war also etwa so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Die Preise von Häusern kletterten um 6,4 Prozent, die Mieten bei neuen Verträgen um 3,9 Prozent. Für Wohnungen in sehr guter Lage mit sehr guter Ausstattung zahlen Neu-Mieter in Hannover mittlerweile 12,50 Euro pro Quadratmeter. Eigentumswohnungen kosten je nach Ausstattung und Lage zwischen 1830 und 3605 Euro pro Quadratmeter.

Die Region Hannover ist gespalten

Mehr zu den Immobilienpreisen in der Region Hannover lesen Sie hier.

Im Vergleich zu anderen großen Städten ist Hannover damit noch relativ günstig. Das bestätigt auch der neue Preisspiegel der Bausparkasse LBS. Er zeigt, dass auch in Köln, Düsseldorf oder Stuttgart deutlich höhere Mieten und Kaufpreise fällig werden als in Hannover.

Die Experten von vdpResearch prognostizieren allerdings, dass die Preise auch in Hannover weiter anziehen werden. Das deckt sich mit den Erwartungen der NBank. „Für Hannover ist mit weiteren Mietsteigerungen zu rechnen. Dies gilt auch beispielsweise für Osnabrück, Braunschweig oder Wolfsburg“, sagte ein Sprecher der öffentlichen Förderbank.

In ländlichen Regionen steigen Preise langsamer

Die NBank hatte vor Kurzem berechnet, dass in Niedersachsen in den nächsten drei Jahren mehr als 150 000 neue Wohnungen benötigt werden. Pro Jahr werden aktuell jedoch nur rund 29 000 Wohnungen fertiggestellt.
Aus Sicht des Verbands der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Niedersachsen und Bremen (VDW) wird der Wohnungsbau vor allem von den strengen Anforderungen an den Klimaschutz gehemmt und verteuert.„Wir fordern ein Moratorium bei den Bauvorschriften zur Verbesserung der Energieeffizienz von Wohngebäuden“, sagte ein VDW-Sprecher gegenüber der HAZ. Bereits heute könnten sich nur noch kaufkräftige Haushalte die Mieten oder Kaufpreise für Neubauten leisten.

In ländlichen Regionen steigen die Preise generell langsamer. So verteuerten sich etwa Eigentumswohnungen im Landkreis Hildesheim um rund 4 Prozent, die Mieten um 2 Prozent. Die Studie von vdpResearch beruht auf Daten von mehr als 600 Banken, die Immobilien finanzieren.

Christian Wölbert

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