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Stadt Hannover In 14 Weihnachtsstuben wird gemeinsam gefeiert
Aus der Region Stadt Hannover In 14 Weihnachtsstuben wird gemeinsam gefeiert
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14:10 23.12.2016
Vorfreude: Elisabeth Reinecke (rechts) und ihre Stammgäste Margot Brause (von links), Elfriede Busch und Thea Zillmann in der Bethlehemkirche. Quelle: Mario Moers
Hannover

Mit im Schnitt rund 650 Gästen sind die Weihnachtsstuben längst eine Institution geworden; für viele Menschen sind sie für einen Nachmittag wie die Ersatzfamilie.

„Weihnachten, das bedeutet für mich Familie“, erzählt Uwe Michalzik. Der Verkäufer des Obdachlosenmagazins „Asphalt“ weiß bereits genau, wo er am 24. Dezember den Nachmittag verbringt: in der Burgstraße, im Haus der Diakonie.

100 Gäste im Haus der Diakonie

Die Weihnachtsstube des Diakonischen Werks ist die besucherstärkste der Stadt. Mehr als 100 Menschen werden sich dort treffen, einige kennt Michalzik aus schlechteren, einige aus besseren Zeiten. „Hier kommen viele Leute, die Probleme haben, die ärmer sind oder alleinstehend“, berichtet er. Nach einer schweren Erkrankung hat er selbst den Kontakt zu Frau und Kindern verloren. „Hier bin ich unter Leuten, die ich kenne“, erzählt er. Weihnachten vor dem Fernseher, das würde er nicht aushalten.

In der Lister Johannes- und Matthäusgemeinde betreut das Ehepaar Reymann seit fünf Jahren die Weihnachtsstube. „Hierher kommen Menschen aus allen sozialen Schichten“, erzählt Hans Friedrich Reymann, Pastor im Ruhestand. In den Weihnachtsstuben der Kirchengemeinden treffen sich oft Senioren, die sonst niemanden mehr haben, der mit ihnen Heiligabend verbringt. Die Reymanns bereiten jedes Jahr ein kleines Programm vor, um Wehmut oder dem Gefühl ausgeschlossen zu sein, vorzubeugen. „Man guckt, wo man sich dazusetzt, wer ein persönliches Wort braucht“, erklärt Reymann. Missionarischen Eifer, so betont er, müsse niemand befürchten.

Das Fest für jeden zu etwas Besonderem machen, das hat sich auch Elisabeth Reinecke in Linden vorgenommen. Die engagierte Seniorin hat sich schon ein Festmahl ausgedacht, das die Besucher der Weihnachtsstube in der Bethlehemkirche gemeinsam kochen. Was es gibt, wird noch nicht verraten. „Es kann ja nicht jedes Jahr Bockwurst mit Kartoffelsalat sein“, sagt sie lächelnd.

Von Mario Moers

Alle Weihnachtsstuben auf einen Blick

Döhren:

  • Nachbarschaftstreff Wohnen Umzu Ostland, Donaustraße 2. Geöffnet: 15 bis 18 Uhr. Anmeldung erwünscht unter Telefon 16 84 38 88.
  • Gemeindehaus der Auferstehungskirche, Helmstedter Straße 59. Geöffnet: 15 bis 20 Uhr. Telefon: (01 72) 9 88 80 46.

Linden-Mitte:

  • Lindener Tisch, Dunkelberggang 7. Geöffnet 12:30 bis 14 Uhr. Anmeldung erwünscht unter Telefon: 2 70 78 187.

Linden-Nord:

  • Gemeindehaus der Bethlehemkirche, Bethlehemplatz 1. Geöffnet 15 bis 20 Uhr. Anmeldung notwendig unter Telefon: 9 23 99 70.
  • AWO Begegnungsstätte, Posthornstraße 27. Geöffnet 14 bis 19 Uhr. Telefon: 21 97 81 23.
  • Johanniter Wohncafe, Pfarrlandstraße 5. Geöffnet 15 bis 19 Uhr. Besuch ohne Anmeldung.

List:

  • Gemeindezentrum an der Matthäuskirche, Wöhlerstraße 13. Geöffnet 15 bis 20.30 Uhr. Telefon: 66 96 22.

Mitte:

  • Haus der Diakonie, Burgstraße 8/10. Geöffnet von 15 bis 18 Uhr. Ohne Anmeldung.
  • Ka:Punkt, Grupenstraße 8. Geöffnet 18 bis 20 Uhr, anschließend Andacht. Ohne Anmeldung.
  • Die Heilsarmee, Am Marsstall 25. Geöffnet 19 bis 22 Uhr. Ohne Anmeldung.

Stöcken:

  • Stadtteilladen, Ithstraße 8. Geöffnet 15 bis 17 Uhr. Telefon (01 63) 4 58 11 55.

Südstadt

  • DRK-Seniorenzentrum, Hilde-Schneider-Allee 6. Geöffnet: 15 bis 17 Uhr. Telefon: 98 19 10.

Vahrenheide:

  • Gemeindehaus der Titusgemeinde, Weimarer Allee 60. Geöffnet 19 bis 22 Uhr. Telefon: 63 26 09.

Vahrenwald:

  • Evangelischer Treffpunkt, Vahrenwalder Straße 109. Geöffnet 19 bis 22 Uhr.

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