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Stadt Hannover In Hannover beginnt schon der Wahlkampf
Aus der Region Stadt Hannover In Hannover beginnt schon der Wahlkampf
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19:51 24.07.2017
Von Andreas Schinkel
Aufhängen erlaubt: Seit Montag dürfen die Parteien ihre Wahlplakate für die Bundestagswahl positionieren. Quelle: Schaarschmidt (3)/Montage
Hannover

Bei den Grünen gab es bereits erste organisatorische Probleme. „Für Döhren-Wülfel waren 400 Plakate bestellt, aber nur 40 sind aus der Bundeszentrale gekommen“, ärgert sich ein Grüner. Erster Unmut über den politischen Gegner lässt ebenfalls nicht lange auf sich warten. Die Grünen werfen der CDU vor, Plakate an Verkehrsschilder geheftet zu haben. Erlaubt sind tatsächlich nur Laternen als Werbeständer.

Plakate für die Bundestagswahl dürfen Parteien seit dem gestrigen Montag aufhängen, acht Wochen vor dem Wahltermin am 24. September. Die zum Teil großformatigen Reklamewände müssen drei Tage nach dem Wahltermin wieder abgenommen werden. Meist drückt die Stadtverwaltung ein Auge zu, wenn an manchen Ecken noch das eine oder andere Porträt hängt, doch spätestens nach einer Woche greift die Stadt ein, lässt Plakate entfernen und stellt die Kosten der jeweiligen Partei in Rechnung.

Die hannoversche SPD geht optimistisch in den Wahlkampf. „An Hannover soll es nicht liegen“, sagt SPD-Chef Alptekin Kirci. Sein Anspruch ist, alle vier Wahlkreise in Stadt und Umland direkt zu gewinnen. Bei der vergangenen Bundestagswahl konnte die SPD drei Wahlkreise für sich entscheiden, nur den Wahlkreis Hannover-Land I gewann CDU-Kandidat Hendrik Hoppenstedt. Gespannt blicken die Genossen darauf, wie Yasmin Fahimi abschneidet. Die Staatssekretärin im Bundesarbeitsministerium hat den Wahlkreis von Edelgard Bulmahn übernommen, die nicht wieder antritt. „Thematisch wird es in unserem Wahlkampf vor allem um Arbeit und Gerechtigkeit gehen“, sagt Kirci.

Auch die hannoversche CDU folgt den Vorgaben ihrer Parteizentrale. „Sicherheit, Wirtschaft und Familie stehen im Vordergrund“, sagt Hannovers CDU-Vizechef Maximilian Oppelt, der zugleich als Kandidat antritt. Er setzt sich unter anderem für eine Erhöhung des Kindergelds ein. 4500 Plakate wollen die Christdemokraten über das Stadtgebiet verteilen, weniger als zur Kommunalwahl im vergangenen Jahr. Oppelt will in den kommenden Wochen auf Marktplätzen und Stadtfesten Gesicht zeigen.

Die Grünen haben sich den Kampf gegen die Luftverschmutzung auf die Fahnen geschrieben, auch ein aktuelles hannoversches Thema. „Wir wollen die Lust aufs Radfahren wecken“, sagt Hannovers Grünen-Parteichef Richard Heise. Mitte August laden die Grünen zu einem Parteitag, der aufzeigen soll, wie Hannovers Luft sauberer werden kann. Ebenso wie SPD und CDU haben die Grünen in der Nacht zu Montag erste Plakate aufgehängt. Dass Wahlkampf auch gemütlich sein kann, wollen sie am 10. August unter Beweis stellen. „Wir stellen ein Sofa am Blätterbrunnen auf und bieten Tee an“, sagt Heise.

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