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Stadt Hannover Museumsreifes Lebenswerk für Madjid Samii
Aus der Region Stadt Hannover Museumsreifes Lebenswerk für Madjid Samii
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21:10 01.12.2014
Von Rüdiger Meise
Professor Samii bekommt in Teheran ein Museum. Quelle: Rainer Surrey
Hannover

In Teheran entsteht zurzeit ein fünf Etagen hoher Bau, der Leben und Wirken des Präsidenten des International Neuroscience Institute (INI) würdigen soll.

Das Museum erinnert in seiner Struktur an das Guggenheim-Museum in New York, erklärt Samii. Nach einem langen Tag im Operationssaal sitzt der 77-jährige Neurochirurg bei einem Glas Tee in seinem Büro im INI und zeigt die Pläne des Baus. Vor wenigen Minuten hat er einen großen Tumor aus dem Kopf eines Kindes herausoperiert - „sehr schwierig“, sagt er. Die Zufriedenheit über den gelungenen Eingriff ist ihm anzumerken.

Das Madjid Samii-Museum ist eingebettet in den großen Komplex eines neuen INI Teheran, das zurzeit am nördlichen Stadtrand der iranischen Hauptstadt entsteht - an der Madjid Samii-Allee, direkt am Fuß des ElbursGebirges. Auf Google Maps ist das Gelände schon jetzt gut zu erkennen. Die Eröffnung des gut 300 Millionen Euro teuren Komplexes ist für April 2016 vorgesehen. Herzstück ist das INI-Gebäude, das wie in Hannover einem Gehirn nachempfunden ist. „Es ist exakt baugleich mit den INIs in Hannover und in Peking“ erklärt Samii. Allerdings stehe das INI Hannover auf einem einstöckigen Gebäudesockel, in Teheran werden es drei Stockwerke sein. „Alles ist sehr viel größer dimensioniert als in Hannover“, sagt Samii.

Finanziert werde der Komplex von privaten Sponsoren aus dem Iran. „Das Museum wollte man unbedingt dabeihaben.“ In Teheran ist man mächtig stolz auf ihn - schließlich zählt der Neurochirurg zu den renommiertesten Söhnen des Irans. Sein Lebenswerk ist unumstritten, seine medizinischen Verdienste werden auf allen Erdteilen gewürdigt. Samii erhielt Dutzende Ehrendoktorwürden und Auszeichnungen - darunter das Bundesverdienstkreuz, der Freundschaftspreis der Volksrepublik China und der hannoversche Leibniz-Ring. 2011 hat die Weltorganisation der Neurochirurgen die mit 10 000 Euro dotierte „Madjid-Samii-Medaille“ gestiftet, die für weltweit herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Neurochirurgie vergeben wird.

Das nicht eben kleine Büro des INI-Chefs quillt über von glänzenden Ehrenbezeugungen und Geschenken von Patienten. Gerade ist eine große Schatulle aus edlem Holz eingetroffen, die ein vergoldetes Segelschiff enthält - ein Dankeschön eines Patienten aus Kuwait, der im INI erfolgreich operiert wurde.

Das Museum soll auf fünf Etagen in insgesamt 60 Modulen Samiis Leben und Wirken darstellen. Eines der Module soll sich mit Hannovers großem Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz befassen - der Leibniz-Ring, der ihm 2013 verliehen wurde, wird dort ausgestellt. Mit dabei sind auch alle anderen Ringe des Goldschmiedewettbewerbs 2013, die von der Ring-Jury nicht ausgewählt worden waren. Samii hat sämtliche Exemplare aufgekauft - sehr zur Freude der im Wettbewerb unterlegenen Goldschmiede.

„Ich würde mir wünschen, dass Hannover in dem Museum eine größere Rolle spielt“, sagt Samii. Schließlich sei hier das Zentrum seines Wirkens. 1977 wurde er Direktor der Neurochirurgischen Klinik im Nordstadtkrankenhaus, 1988 übernahm er den Lehrstuhl der Neurochirurgie an der MHH, seit 2003 leitet er das von ihm gegründete INI. An der Gestaltung der Ausstellung arbeitet ein prominenter hannoverscher Historiker mit, sagt Samii: Thomas Schwark, Direktor des Museumsverbunds Städtische Museen für Kulturgeschichte.

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