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Stadt Hannover Aus dem Alten Land in die Großstadt
Aus der Region Stadt Hannover Aus dem Alten Land in die Großstadt
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17:17 20.06.2018
Immer gern zur Schule gekommen: Jörg Zuromski von der Lister Brüder-Grimm-Schule hat sogar gearbeitet, bis er 66 ist. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Das Norddeutsche schwingt in seiner Stimme mit. Jörg Zuromski, der Leiter der Lister Brüder-Grimm-Grundschule, stammt eigentlich aus dem Alten Land, aus der Samtgemeinde Hollern-Twielenfleth. In den Rektorjob sei er reingewachsen, erzählt der 66-Jährige. Nach dem Abitur in Stade und dem Lehramtsstudium in Hamburg ist er zunächst mit Feuerwehrlehrerverträgen in ganz Norddeutschland beschäftigt gewesen, bevor er 1989 in Lachendorf bei Celle seine erste Festanstellung bekam. Er wurde Konrektor, weil er Schule verändern und mitgestalten wollte. Schließlich wurde er Schulleiter an einer Grund- und Hauptschule in Celle-Wietzenbruch.

Schulleiter geworden, um zu gestalten

2011 habe er noch einmal Veränderung gewollt, berichtet Zuromski. Es sollte eine Großstadt sein, meinte der Vater von zwei Söhnen, die inzwischen 25 und 28 Jahre alt sind. Hannover kannte er aus seiner Zeit als aktiver Volleyballer. Nach sieben Jahren an der Spitze der Brüder-Grimm-Schule könne er beruhigt seinen Hut nehmen. „Alle Strukturen sind gelegt, alles läuft reibungslos, auch wenn die handelnden Personen wechseln, ich habe mich quasi selbst überflüssig gemacht.“ Die Lister Schule würde vermutlich auch ohne Schulleitung funktionieren, sagt er scherzhaft, doch das Problem stellt sich nicht: Einen Nachfolger gibt es schon.

Weil heutzutage an Schulen viel Fluktuation sei, Lehrerinnen schwanger oder Pädagogen versetzt würden, sei es wichtig, Prozesse zu initiieren und Projekte nicht zu sehr an spezielle Personen zu koppeln. Er arbeite in einem toll sanierten Schulgebäude, sogar mit Solaranlage auf dem Dach, sagt Zuromski. „Da geht es mir viel besser als manchen Kollegen, die in Baracken arbeiten.“ Es sei schön, dass an der Schule Kinder aus 20 bis 28 unterschiedlichen Nationen seien, die offen und fröhlich miteinander umgingen, egal welcher Religion sie angehörten. Wichtig sei es, möglichst viele an Entscheidungen zu beteiligen, aber irgendwann müsse dann auch entschieden werden.

„Ganztagsschule ist keine Tui-Betreuung“

Vom System Ganztagsschule ist er überzeugt. Nach nur zwei Jahren nähmen bereits 75 Prozent der Kinder an den Nachmittagsangeboten teil. Ob Schreibwerkstatt, Musik, Sport oder Sprachen – es gebe ein breites Angebot an Arbeitsgemeinschaften. Wichtig sei es, viele Lehrerstunden in den Ganztag zu geben, betont Zuromski. „Das ist keine Tui-Betreuung.“

Die sieben Jahre als Schulleiter hätten ihm sehr viel Spaß gemacht: „Es ist der richtige Zeitpunkt, das Amt in andere Hände zu legen.“ Im Ruhestand will er viel Sport machen, draußen sein, Radfahren, Fitness, Nordic Walking. Den St. Martins-Laternenumzug mit den 600 bis 700 Teilnehmern und St. Martin auf einem Pferd vorneweg, den werde eher vermissen, sagt Zuromski. Den hat es schon gegeben, bevor er Schulleiter wurde, und den wird es auch weiterhin geben, da ist er sich sicher. In der Ausbildung angehender Schulleiter am Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualität will er sich auch als Pensionär weiter engagieren.

Von Saskia Döhner

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