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Stadt Hannover Bauakten vom Ihme-Zentrum haben einen neuen Besitzer
Aus der Region Stadt Hannover Bauakten vom Ihme-Zentrum haben einen neuen Besitzer
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06:00 29.08.2017
„Schatz vor dem Verfall bewahrt“: Ordner mit den Zahlen und Zeichnungen des Ihme-Zentrums. Quelle: Schaarschmidt
Hannover

Der Rückzug des US-Fonds Carlyle trieb damals sein Büro in die Insolvenz, er brachte sich um. Seine Witwe hat die Unterlagen sowohl Großeigentümer Intown wie auch der gesamten Hauseigentümergemeinschaft angeboten, beide lehnten ab.

„Solche Statikunterlagen sind immens wichtig, wenn ein Gebäude umgebaut werden soll, erst recht bei einer komplexen Immobilie wie dem Ihme-Zentrum“, sagt Ingenieur Helmut Drewes. Er ist einer der 27 Privatleute aus dem Umfeld des Vereins Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum, die sich in einer GmbH zusammengeschlossen haben, um dort Räume zu kaufen – und jetzt eben auch Akten. Wie viel sie bezahlt haben, will niemand sagen. Es sei deutlich mehr als ein symbolischer Betrag gewesen, heißt es. Dem Vernehmen nach ist er fünfstellig.

Die Tatsache, dass Großeigentümer Intown kein Interesse am Kauf der Akten hatte, wird in Sozialen Medien als neuerlicher Beleg dafür ausgelegt, dort bestehe gar kein echtes Interesse an Multimillioneninvestitionen im Ihme-Zentrum. Fachmann Drewes allerdings sagt selbst: „Diese Unterlagen gehören nicht zu einem einzelnen Eigentümer, sie gehören zur Eigentümergemeinschaft.“ Nur diese darf Bauanträge stellen. Wer dann keine beglaubigten Statikakten hat, muss viel Geld für Nachberechnungen ausgeben. Oder aufwendig Kopien bei der Stadt machen lassen – denn auch sie hat Statikunterlagen des Ihme-Zentrums. Ob sie vollständig sind, ist umstritten.

Immobilienverwalter Torsten Jaskulski sagt: „Wir haben uns bestätigen lassen, dass sie vollständig sind, damit gibt es keinen sachlichen Grund, einen eigenen Aktensatz zu kaufen.“ Zumal auch bei dem Aktensatz, den jetzt die Privatleute gekauft haben, niemand beschwören kann, ob er vollständig ist. Die Prüfung wäre zu aufwendig.

Aber die Ordner sind zumindest gesichert. Man habe „einen Schatz vor dem Verfall bewahrt“, heißt es bei der Initiative, die die Ordner treuhänderisch verwalten will. Sie stünden jedem, der einen Umbau plant, zur Verfügung. „Allerdings hoffen wir, dass die Eigentümergemeinschaft sich doch irgendwann zu einer Übernahme entschließt“, sagt Drewes.

Bauantrag ist eingereicht: Derweil ist der Antrag für den Umbau der Fassaden zur Blumenauer Straße jetzt eingereicht, wie Verwalter Jaskulski bestätigt. Das Projekt kostet dem Vernehmen nach rund 10 Millionen Euro, allein der Bauantrag rund 75 .000 Euro. Beides zahlt der Großeigentümer Intown, weil es um den Umbau seiner Flächen geht.     

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