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Stadt Hannover So können Sie Bienen schützen
Aus der Region Stadt Hannover So können Sie Bienen schützen
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00:50 02.05.2018
Wer seinen gepflegten Rasen gegen eine Wiese mit wildem Pflazenbewuchs tausht, hilft Insekten. Quelle: dpa
Hannover

Das massenhafte Sterben von Insekten in den vergangenen Jahren macht weltweit Experten große Sorgen. Auch in der Region Hannover lässt sich dieses alarmierende Phänomen feststelle, sagt Ökologe Arnim Blöchl, Dozent an der Tierärztlichen Hochschule Hannover. 

„Betroffen sind vor allem Arten, die auf Grünflächen – das heißt: Wiesen mit vielen verschiedenen Blumen und Wildkräutern – angewiesen sind“, erklärt Blöchl. „Dazu gehören Bienen, aber auch zahlreiche Käfer, Heuschrecken, Schmetterlinge und alle Arten, die Nektar saugen oder Pollen fressen.“ 

Monokulturen, Insektengift und Pflanzengifte

Blöchl beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit Insekten. Als Ursache für das Insektensterben nennt er verschiedene Faktoren wie Monokulturen, Insektizide und Herbizide. Über den Einfluss von Nikotinoiden werde derzeit noch diskutiert, sagt Blöchl. Dass Bienen bisweilen nicht mehr zu ihrem Stock zurückfänden, sei möglicherweise auf diese hochwirksamen Insektizide zurückzuführen. In der vergangenen Woche haben die EU-Staaten mehrheitlich dafür gestimmt, so genannte Neonikotinoide nicht mehr im Freien einzusetzen. Neonikotinoide schützen Pflanzen vor Schädlingen, sind aber auch für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten tödlich.  

Ein Verschwinden wäre auch für Obstbauern eine Katastrophe. Doch die zeichnet sich derzeit nicht ab. „Natürlich gibt es Jahre, in denen es sehr viele Marienkäfer gibt. Und es gibt Jahre, in denen es am Anfang sehr wenige Marienkäfer gibt. Aber insgesamt können wir wirklich nicht behaupten, dass es hier weniger Insekten gibt als früher, im Gegenteil – wir haben Insekten ohne Ende!“ freut sich Carola Hahne von der gleichnamigen Obstplantage in Gleidingen. 

Für die Obstplantage sind Bienen, Florfliegen, Marienkäfer und Raubmilben besonders wichtig: Florfliegen und Marienkäfer fressen Blattläuse, Raubmilben vertilgen Mücken oder Spinnmilben und Bienen bestäuben Kulturpflanzen. Um sie zu schützen, hat Familie Hahne schon vor 30 Jahren eine sieben Kilometer lange Hecke als Bienenweide um ihre Obstplantage gepflanzt. Vor allem im Winter dient sie den Insekten als Rückzugsort. Auch das Naturschutzgebiet, das die Plantage von drei Seiten umgibt und die Bahndämme, die das Gelände zerschneiden, bieten Rückzugsmöglichkeiten und zahlreiche Wildpflanzen, von denen sich die Insekten ernähren. 

Hier sieht Carola Hahne nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch die Hobbygärtner in der Pflicht: Sie können ebenso für Lebens- und Rückzugsraum sorgen für alles, was da kreucht und fleucht. 

Wildwiese statt englischem Rasen

„Tauschen Sie Ihren wohlgepflegten, englischen Rasen gegen eine kleine Wildwiese aus“, rät auch Ökologe Blöchl. „Lassen Sie Gänseblümchen und Löwenzahn wieder wachsen. Wenn das alle tun würden, würde das schon viel helfen!“ 

Hahne berichtet, dass auf der Plantage viele Nistmöglichkeiten für Wildbienen aufgehängt wurden. „Das kann jeder in seinem Hausgarten machen. Man kann Bambusstäbe nehmen oder Löcher in Holzbretter bohren, am besten zehn Zentimeter tief. Anleitungen bieten sowohl der NABU als auch der BUND. Diese Nistkästen hängt man dann in die pralle Sonne. Es macht richtig Spaß, das Geschwirre zu beobachten! Und vor Wildbienen muss man keine Angst haben, die stechen nämlich nicht.“

Von Tomma Petersen und Anna Kiefer

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