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Stadt Hannover Kammermusikgemeinde gerettet
Aus der Region Stadt Hannover Kammermusikgemeinde gerettet
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00:16 20.02.2017
Von Stefan Arndt
Umzug: Die Konzerte der Kammermusikgesellschaft finden 2017 in der Orangerie statt. Foto: Dröse Quelle: Rainer Dröse
Hannover

Von der Saison 2017/2018 an werden sämtliche Konzerte des Vereins in der Orangerie Herrenhausen stattfinden. Vor allem die Suche nach einem geeigneten und finanzierbaren Raum für Auftritte hatte den Vereinsvorsitzenden Oliver Wille und Cornelia Schmid zuletzt viel Sorge bereitet.

Mit dem Umzug aus dem Leibniz-Saal im HCC und der Christuskirche nach Herrenhausen dürfte das erledigt sein. Außerdem unterstützt die Stadt den Verein in diesem und im kommenden Jahr mit jeweils 15 000 Euro.„Die Kammermusik bekommt in Hannover damit eine vielversprechende neue Perspektive“, sagt Oberbürgermeister Stefan Schostok zu der Kooperation.

Kulturdezernent Harald Härke betont die gute Entwicklung, die die Kammermusikgemeinde trotz der finanziellen Schwierigkeiten in den vergangenen Jahren genommen habe: „Dem Verein ist es gelungen, sich inhaltlich und organisatorisch neu aufzustellen“, sagt er. „Die Konzerte mit internationalen Gastkünstlern sowie die Reihe mit jungen Künstlern aus der ganzen Bundesrepublik sind ein wichtiger Bestandteil der Unesco City of Music Hannover“, teilt Härke mit.

Bei der Kammermusikgemeinde ist man erleichtert über die Entwicklung. „Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung der Landeshauptstadt, die uns auf diesem Weg des Neuaufbaus begleitet hat“, sagt Vereinsvorsitzende Cornelia Schmid, die die Gespräche mit der Stadt geführt hat. Die Orangerie sei „ein wunderbarer Ort für Kammermusik“.

Dass die Not der Konzertreihe publik geworden ist, hatte dem Verein zuletzt neue Mitglieder beschert. Dabei ist noch Luft nach oben: Derzeit hat die Kammermusikgemeinde rund 400 Mitglieder. Das Budget für acht Konzerte pro Saison beträgt etwa 100 000 Euro, 50 Prozent davon werden mit Mitgliedsbeiträgen und Eintrittsgeldern erwirtschaftet.

Die andere Hälfte wird durch Spender, Stiftungen und öffentliche Zuschüsse getragen. Die Stadt war im vergangenen Jahr erstmals in der Vereinsgeschichte als Förderer eingesprungen.

Die Stadt sieht sich wegen der notwendigen Reparaturen an der Sprengel-Fassade heftiger Kritik ausgesetzt. Auf der Fassadenvorderseite würden sich dauerhaft Risse bilden, die neue Abdeckung kostet 60 000 Euro. Architekten rechnen sogar mit einem Totalschaden.

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