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Stadt Hannover Keine Sponsoren, keine „Nacht von Hannover“
Aus der Region Stadt Hannover Keine Sponsoren, keine „Nacht von Hannover“
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09:33 27.07.2012
Von Stefan Knopf
 Organisator Reinhard Kramer bedauert den diesjährigen Ausfall der „Nacht von Hannover“. Quelle: Florian Wallenwein
Hannover

Die Sportwelt schaut am Freitag nach London, wo die Olympischen Spiele eröffnet werden, aber auch in Hannover hätte es an diesem Abend funkeln sollen. Vielleicht nicht ganz so hell wie an der Themse, aber die „Nacht von Hannover“ hatte ja wahrlich keinen schlechten Ruf unter den Radprofis und den Zuschauern, die Jahr für Jahr an der Strecke standen. Olympiasieger, Weltmeister und Tour-de-France-Sieger hatten sich in der Innenstadt zur Spätschicht getroffen, viele Fahrer hatten sich das Rennen in ihrem Kalender dick als Pflichttermin angestrichen. Die „Nacht“ war eine Institution, nicht nur in Hannover, sondern weit über die Region hinaus. Am Freitag, den 27.Juli, nun bleibt der Kurs rund um die Oper leer, weil die Veranstalter nicht genügend Sponsoren gefunden haben.

Ein Sommer ohne die „Nacht“: Wie fühlt sich das an für Reinhard Kramer, der das Rennen 1975 quasi erfunden hat und jahrzehntelang Cheforganisator des Spektakels war, bis er sich im Jahr 2009 zurückzog?

Hallo, Herr Kramer. Was machen Sie am Freitagabend?

Ich werde mir die Olympia-Eröffnung ansehen.

Jetzt, da Sie Zeit dafür haben. Eigentlich war der Abend doch anders verplant ...

Ja, das ist schade. Aber aus Mangel an Alternativen werde ich nun eben die Eröffnungsfeier sehen. Sonst hätte ich sie mir aufgezeichnet ...

Nach 15 Jahren muss wieder eine „Nacht von Hannover“ ausfallen. Das muss Sie schmerzen.

Ein bisschen Traurigkeit ist dabei, keine Frage. Wissen Sie, ich kann gar nicht sagen, wie oft ich in den vergangenen Tagen und Wochen auf die Veranstaltung angesprochen worden bin. Ich komme gar nicht umhin: Los bin ich die „Nacht“ noch nicht.

Wie oft haben Sie zuletzt daran gedacht, dass dieser Freitag der Tag der „Nacht“ gewesen wäre?

Es ist der Freitag nach der Tour de France, der traditionelle Tag für die „Nacht“, also war mir das immer bewusst. Auch während der Tour habe ich oft gedacht: Einen Teil der Radfahrer hättest du demnächst in Hannover begrüßen können. Ich hatte mich wirklich drauf gefreut, einige der Fahrer wiederzusehen.

Wie schwer wird es, die „Nacht“ 2013 wiederzubeleben?

Ich fürchte, es wird sehr schwierig werden, sie wieder aufleben zu lassen. Die Sponsoren wissen nicht, was aus ihr wird, und die Fahrer sind im Ungewissen. Bislang wussten sie: Der Freitag nach der Tour, da ist die „Nacht“.

Aber zwischen 1986 und 1997 gab es doch auch eine lange Pause ...

Damals war unser langjähriger Sponsor, die Gilde-Brauerei, auf mich zugekommen und hatte Interesse an einer Neuauflage angemeldet. Und da waren Fahrer wie Erik Zabel und Jan Ullrich, die das Loch im Radsport, das es zuvor gegeben hatte, aufgefüllt haben. Da war’s leicht, die Sponsoren zurückzugewinnen.

Was werden Sie am Freitag am meisten vermissen?

Das Flair der „Nacht“ mit vielen guten Freunden aus Reihen der Sportler und Radsportmanager.

Was machen Sie am 26. Juli 2013?

Ich freue mich auf die „Nacht“. Und hoffe, dass es gelingt, sie bis dahin wiederzubeleben.

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