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Stadt Hannover Kennzeichen „H“ ist nicht mehr Pflicht
Aus der Region Stadt Hannover Kennzeichen „H“ ist nicht mehr Pflicht
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00:18 01.01.2015
Von Mathias Klein
Neue Wahlfreiheit: Ab 1. Januar können Zugezogene ihr altes Kennzeichen behalten – wenn sie nicht ein neues Auto kaufen. Foto: Fender (Archiv) Quelle: franz fender
Hannover

Bislang war alles ganz klar geregelt. Autobesitzer die aus einer anderen Gegend Deutschlands in die Region Hannover zogen, mussten sich nicht nur beim jeweiligen Einwohnermeldeamt anmelden. Zusätzlich mussten sie sich in der Zulassungsstelle der Region auch noch ein neues Kennzeichen für sein Auto besorgen - mit dem H als ersten Buchstaben.

Aber das ist ab dem 1. Januar nicht mehr unbedingt nötig. Von diesem Zeitpunkt an kann jeder Zugezogene sein bisheriges Autokennzeichen behalten. So kann es also sein, dass ab dem neuen Jahr Autos mit Münchener oder Peiner Kennzeichen durch Hannover kurven, die Besitzer dieser Wagen aber in der Landeshauptstadt oder im Umland zuhause sind.

Möglich ist das durch eine Neuregelung, die noch die frühere schwarz-gelbe Bundesregierung auf Anregung der Länderverkehrsminister beschlossen hat. Damit sollen Autobesitzer Zeit und Geld sparen, außerdem soll durch die Neuregelung Bürokratie abgebaut werden. Bei Umzügen innerhalb der Region ist es bereits seit einigen Jahren möglich, das Kennzeichen mitzunehmen - etwa von der Landeshauptstadt in eine Umlandkommune.

Nach Angaben von Regionssprecherin Christina Kreutz ist die Gebühreneinsparung eher gering, wenn bei der Zulassungsstelle nur die neue Adresse angegeben wird ohne ein neues Kennzeichen zu beantragen. Ein Satz neuer Autokennzeichen kann allerdings rund 35 Euro kosten.

Betroffen von der Neuregelung sind in der Region jedes Jahr rund 11 000 Autos, deren Eigentümer hierherziehen, davon rund 3500 in der Landeshauptstadt. Die Regelung gilt nur für bereits gekaufte und mitgebrachte Autos. Wer hier wohnt und ein anderes Auto kauft, der muss als Bewohner der Region auch ein neues Kennzeichen mit dem H als ersten Buchstaben behalten.

Auf die Versicherung für die Autos hat die Beibehaltung des alten Kennzeichens keine Auswirkungen: Die Tarife richten sich nach dem Wohnort des Halters, nicht nach dem Kennzeichen. Allerdings gibt es bei den Versicherungsunternehmen die Befürchtung, dass nach einem Umzug künftig immer mehr Menschen nicht nur auf den Wechsel des Kennzeichens, sondern gleich ganz die Ummeldung ihres Fahrzeugs verzichten. Denn dadurch könnten sie sich nach einem Umzug in eine Gegend mit höheren Versicherungsprämien weiterhin die niedrigeren Beiträge sichern. Das dürfte aber hier nicht das große Thema für Autohalter sein, denn gerade das Umland hat eine besonders günstige Versicherungsklasse, die Landeshauptstadt liegt im bundesweiten Vergleich im Mittelfeld.

Wer in der Landeshauptstadt ein neues Kennzeichen beantragt, bekommt aber auch künftig ein B, F, G, I, O oder Q nach dem nach H zugewiesen. Wenn das Nummernschild statt einem zwei Buchstaben enthalten soll, gibt es keine Vorgaben.

Kuriose Buchstabenspiele

Die Neuregelung bringt einige Kuriositäten mit sich. So könnten einige Menschen das System der Wunschkennzeichen perfektionieren. Beispielsweise wäre es für den Autor dieser Zeilen möglich, sich für einen Tag im Kreis Kleve (Nordrhein-Westfalen) anzumelden und dort ein neues Kennzeichen zu beantragen. Dort gibt es die Buchstabenkombination KLE, dazu dann als weitere Buchstaben IN, dann hätte der Autor seinen Nachnahmen auf dem Kennzeichen – wenn er das wirklich wollte. Wenn das Kennzeichen eines Zugereisten – beispielsweise aus München – gestohlen und beschädigt wird und der Halter ein neues Nummerschild beantragt, bekommt er auch in Hannover seine alte Münchener Kombination. Ein Halterwechsel liegt ja nicht vor. Dort klebt dann aber das Siegel der Landeshauptstadt neben dem Niedersachsenross.

Hannover muss immer mehr Flüchtlinge unterbringen und dabei auch auf Turnhallen zurückgreifen – bei Neubauten von Flüchtlingswohnheimen ist die Zahl der Plätze aber auf 50 begrenzt.

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