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Stadt Hannover Feiern wie die alten Ägypter
Aus der Region Stadt Hannover Feiern wie die alten Ägypter
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20:00 12.02.2017
Von Saskia Döhner
Mischung aus Mystik und Geschichte: Beim Kinderfest gab es eine ägyptische Modenschau zu bewundern. Quelle: Katrin Kutter
Hannover

Nein, mit einer Zeitmaschine sei sie nicht gekommen, sagt Daniela Rutica, die Organisatorin der ägyptischen Modenschau beim Kinderfest im Museum August Kestner. Aber mit Pharaonen kennt sie sich trotzdem richtig gut aus. Sie ist Ägyptologin. Was ist so faszinierend an Echnaton, Nofretete und Tutanchamun? „Ob Sonnenuhr, Maße oder Papyrus - fast alle großen Erfindungen gehen auf die alten Ägypter zurück“, sagt Rutica.

Die Mischung aus Mystik und Geschichte ist für Volker Semmler das Besondere. Auch er ist Ägyptologe und präsentiert im Museum seine Playmobil-Ägypten-Sammlung - mit Pyramide („ein Sammlerobjekt, das mittlerweile 250 Euro wert ist“) und Kamelreitern. „Ich habe alles, was Playmobil 2012 und 2016 zu Ägypten herausgegeben hat.“

Familie Martinez aus Großburgwedel ist schon anderthalb Stunden da. Mindestens eine Stunde würden sie wohl noch bleiben, meint Vater Gustavo, dann hätten Teo, vier, und Marta, 8 Jahre, auch wirklich alle Mitmachaktionen ausprobiert. Die Auswahl ist groß - von der Einführung in die Hieroglyphenschrift, über Armbandbasteln bis zum Brettspiel mit Glassteinen, das ein Vater mit seinem Sohn selbstvergessen im Trubel auf dem Boden spielt.

Für Teo war das Maskenbasteln klar der Höhepunkt, seine ältere Schwester findet das Schminken und die Modenschau am besten. Ägyptologin Rutica spricht von der „Ästhetik, die vor allem Mädchen beeindruckt“. Das Kinderfest, das dieses Mal unter dem Motto „Ein Fest im Garten des Pharao“ steht, sei ein rundum gelungenes Gesamtpaket, findet Mutter Maria Martinez. Durch den Garten kann man virtuell mit 3-D-Brille schlendern, oder man bastelt sich selbst einen Minigarten zum Mitmachen.

Gudrun Heyke aus Groß-Buchholz, die mit Tochter Kristin und dem neunjährigen Enkel Jordan, gekommen ist, lobt, dass es nicht nur Bastelangebote für Jüngere gibt, sondern auch Stationen mit Tablet und 3-D-Brille, die auch die Älteren ansprechen. Während seine Oma spricht, puzzelt Jordan in Sekundenschnelle ein Reliefbild zusammen. Das Original steht in der Schauvitrine dahinter. „Ich habe mit dem Schwierigsten angefangen“, sagt der Junge, „die anderen gehen jetzt um so leichter.“

Mehr als 1600 Gäste kommen an diesem Sonntag zum Kinderfest ins Museum. Maria Büchner und ihre Töchter Xenia und Anastasia werden sich auf alle Fälle an diesen Tag erinnern, wenn die Samen in ihren Mini-Gärten aufgehen. Ägyptologe Semmler, der bei Sonderaktionen im Museum arbeitet und auch Kindergeburtstage ausrichtet, will jetzt umsatteln und Geschichtslehrer werden. Von Ägyptenliebe allein lebt es sich eben nicht besonders gut.

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