Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Besaß Bundespolizist Torsten S. Kinderpornos?

Staatsanwaltschaft ermittelt Besaß Bundespolizist Torsten S. Kinderpornos?

Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen den Bundespolizisten Torsten S.. Er stehe im Verdacht, Kinderpornografie zu besitzen, schreibt das Magazin "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe. Gegen S. wurde bereits früher ermittelt: Er soll auf der Wache am Hauptbahnhof Flüchtlinge misshandelt haben.

Voriger Artikel
Hannoveraner kümmern sich um Flüchtlinge
Nächster Artikel
Große Anteilnahme zum Tod von Bernd M.

Erneut gibt es Vorwürfe gegen einen Bundespolizisten aus der Wache am Hauptbahnhof.

Quelle: Rainer Dröse

Hannover. Oberstaatsanwalt Thomas Klinge bestätigte den Verdacht gegenüber dem Spiegel: "Wir prüfen, ob es eindeutig dem Beschuldigten zugeordnet werden kann." Bei einer Hausdurchsuchung soll die Polizei verdächtiges Material gefunden haben.

Zuvor war gegen den Bundespolizisten ermittelt worden, weil er einen marokkanischen Flüchtling misshandelt haben soll. Wie berichtet, wird Torsten S. vorgeworfen, am 25. September vergangenen Jahres den jungen Mann aus Marokko in einer Zelle der Bundespolizeiinspektion am Hauptbahnhof mit Handschellen gefesselt zu haben. Anschließend soll sich der Bundespolizist über den Kurznachrichtendienst WhatsApp bei Kollegen damit gebrüstet haben, dass er den Marokkaner gezwungen hatte, verdorbenes Schweinemett zu essen.

Die beiden Polizisten, die am 7. Mai gegen ihren Kollegen Anzeige erstatteten, lieferten den Ermittlern zudem ein Foto von der Tat. Darauf ist offenbar der Marokkaner zu sehen, wie er gefesselt, mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden der Gewahrsamszelle liegt.

Überdies suchen die Ermittler immer noch nach einem zweiten Flüchtling, der ebenfalls von Torsten S. misshandelt worden sein soll. Bereits im März 2014 soll der Bundespolizist einen damals 19 Jahre alten Afghanen in der Wache geschlagen und an Fußfessen durch die Zelle geschleift haben.

jki/ska

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben
Mehr zum Artikel
Nach Vorwürfen in Hannover
Foto: Der Präsident der Bundespolizei, Dieter Romann, kündigte nach Vorfällen in Hannover die Einrichtung einer „Sonderbeschwerdestelle“ an.

Die Bundespolizei will als Reaktion auf die Misshandlungsvorwürfe in Hannover das Melden von Vergehen in den eigenen Reihen vereinfachen. Dazu soll eine Sonderbeschwerdestelle eingerichtet werden. Die Polizeigewerkschaft fordert eine Neuorientierung bei der Ausbildung.

mehr
Mehr aus Stadt Hannover