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Stadt Hannover So verblüfft Magier Moser sein Publikum
Aus der Region Stadt Hannover So verblüfft Magier Moser sein Publikum
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13:15 17.07.2018
„Auch ich muss mich den Naturgesetzen beugen“: Wolfgang Moser verspricht magische Momente. Quelle: Foto: Katrin Kutter
Hannover

Plötzlich ist das Handy weg. Kann passieren, wenn man sich beim Kleinen Fest in die erste Reihe setzt. Vor allem, wenn der smarte Typ auf der Bühne sich auf die Kunst versteht, Dinge verschwinden zu lassen. „Zwei Jahre ist das Gerät alt? Dann ist Zeit für ein neues“, stellt Wolfgang Moser mit charmantem Lächeln fest. Sein Gegenüber versucht, gelassen zu bleiben. Bei einem Zauberer kommt bestenfalls ja nichts wirklich weg. Dass das Mobiltelefon sich schließlich in einem rundum verklebten Paket wiederfindet, das in drei ineinander gestapelten, verschlossenen Holzkisten steckt, hätte aber wohl keiner der Zuschauer vor Bühne 25 für möglich gehalten.

Wie hat er das bloß gemacht? Kein Kommentar. Nur ein Lächeln. „Nicht zu wissen, wie ein Trick funktioniert, ist doch viel schöner“, sagt der Mann, der ausgeliehene Eheringe in reifen Orangen wieder zum Vorschein bringt, aus Gummibällen in Sekundenbruchteilen rohe Eier macht und Metallmünzen in fliegende Papierschnitzel verwandelt. Moser liebt es, die Menschen zum Staunen zu bringen und verständnisloses Kopfschütteln auszulösen. Kleine Illusionen rund um die alltäglichen Dinge. Kein Pomp, keine Knalleffekte, keine halbierten Assistentinnen oder schwebenden Jungfrauen. Moser mystifiziert sein Metier nicht: „Auch ich muss mich den Naturgesetzen beugen –aber ich stelle die Wirklichkeit eben anders da.“

In seiner Profession gehört der 40-Jährige zu den Besten: Der Wiener ist amtierender Vizeweltmeister der Zauberkunst. 2015 holte er sich den Titel bei dem weltweiten magischen Wettstreit, den der FISM, der internationale Dachverband der Magiere, alle drei Jahre ausrichtet. Moser hätte auch bei der diesjährigen Zauber-WM dabei sein können. Doch dafür hätte er in dieser Woche nach Südkorea fliegen müssen. „Ich wollte aber lieber beim Kleinen Fest auftreten“, sagt er. Ungläubiges Staunen ganz ohne Trick.

Das Festival in Herrenhausen habe auch in der Zauberszene einen ausgezeichneten Ruf, erklärt Moser, der zum ersten Mal in Hannover ist. „Außerdem hat mein Freund Tricky Niki immer so davon geschwärmt.“ Der zaubernde Bauchredner, ebenfalls in Wien zu Hause, macht auch dieses Mal wieder im Großen Garten Station. Zu viel versprochen hat Niki offenbar nicht: „Ich bin geplättet von diesem Ambiente“, sagt Moser. Dabei tritt er mit seinen Shows regelmäßig in einem nicht minder sehenswerten Ambiente auf – im Wiener Schloss Schönbrunn, das mit seiner barocken Parkanlage zum Unesco-Weltkulturerbe zählt.

Wie viele kleine Jungen träumte Moser davon, ein Zauberer zu sein. Mit 13 Jahren eröffnete er seinen wenig begeisterten Eltern, dass er die Magie zum Beruf machen wollte. „Ich habe mir jede Menge Zauberbücher gekauft und stundenlang studiert, um die Tricks kennenzulernen – Internet gab es damals noch nicht.“ Nach der Schulzeit ging es mit kleinen Auftritten weiter, der angehende Magier belegte Kurse, dann kamen die größeren Auftritte. Heute ist Moser einer der erfolgreichsten Zauberer Österreichs, auch auf deutschen Bühnen ist er zu sehen. Einem Millionenpublikum bekannt wurde er im November 2017 bei seinem Fernsehauftritt in der RTL-Zaubershow des Magier-Duos Ehrlich Brothers. Dort trat die Elite aus aller Welt gegeneinander an – und Moser verzauberte das Publikum mit seinem Teekannen-Trick am erfolgreichsten.

Aus einem zunächst leeren Kännchen lässt er erst Wasser, dann Wein und dann Bier fließen – auf Wunsch der Zuschauer kommen Cocktails wie Tequila Sunrise und Pina Colada hinzu, später wird heißer Kaffee serviert, am Ende rieselt es kiloweise Zucker. Einfach unglaublich. Wie können da noch die Naturgesetze gelten? Moser lächelt. Ein Zauberer genießt das Staunen und schweigt. Seine Teekanne hat er leider nicht mit zum Kleinen Fest gebracht, obwohl er im Programmheft damit abgebildet ist. „Der Trick ist zu aufwendig, um ihn an einem Abend dreimal aufzuführen“, sagt der Magier. Neugierigen bleiben vorerst nur Internetvideos. Eine Gelegenheit, die Flüssigkeiten live fließen zu sehen, gibt es jedoch: Am 13. November um 20.15 Uhr tritt Moser mit seiner Show „Fingierte Wunder“ im Spezialclub des Lindener Apollo-Kinos auf. Dort trifft er dann auf einen Kollegen aus Hannover: Gastgeber ist Zauberentertainer Desimo – und der jedenfalls ist gerade bei der Zauber-WM in Südkorea.

Das Kleine Fest läuft bis zum 29. Juli. Wolfgang Moser zaubert auf Bühne 25, jeweils um 19, 20 und 21.20 Uhr. An der Abendkasse gibt es für jede Veranstaltung noch 300 Karten.

Von Juliane Kaune

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