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Stadt Hannover Klinikum holt auf – aber das Defizit bleibt
Aus der Region Stadt Hannover Klinikum holt auf – aber das Defizit bleibt
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00:16 08.12.2016
Von Mathias Klein
„Abläufe müssen sich erst einspielen“: Im neuen Klinikum Siloah läuft es noch nicht rund. Quelle: Marta Krajinovi
Hannover

Das Klinikum der Region Hannover (KRH) kommt bei der Konsolidierung seines Haushaltes voran, macht aber immer noch ein Minus. 2015 lag das Defizit bei rund 9 Millionen Euro, 2014 waren es noch 16,7 Millionen gewesen. Allein das Nordstadtkrankenhaus und das Siloah verzeichneten im vergangenen Jahr insgesamt ein Defizit von etwa 9,2 Millionen Euro. Das geht aus vertraulichen Zahlen zum wirtschaftlichen Ergebnis der einzelnen Krankenhäuser hervor, die der HAZ vorliegen.

Nordstadtkrankenhaus: Die Klinik schloss das Jahr 2015 mit einem Minus von 6,3 Millionen Euro ab. Gegenüber 2014 hat sie sich damit verbessert. Damals hatte das Defizit nach den der HAZ vorliegenden Zahlen sogar rund 9,6 Millionen Euro betragen.

Siloah: Auch das modernste Krankenhaus des Klinikums befindet sich nach wie vor tief in den roten Zahlen: Im vergangenen Jahr lag das Minus bei etwa 2,9 Millionen Euro. Im Eröffnungsjahr 2014 hatte der Fehlbetrag im Siloah bei fast 4 Millionen Euro gelegen.

Gehrden: Auch das Klinikum Robert-Koch in Gehrden schrieb im vergangenen Jahr rote Zahlen. Das Minus belief sich 2015 auf rund 887.000 Euro (2014: 1,5 Millionen Euro).

Langenhagen: Die Geriatrie in Langenhagen kam auf ein Minus von 3 Millionen Euro - mehr als doppelt so viel wie 2014.

Laatzen: Das Agnes-Karll-Krankenhaus erwirtschaftete im Jahr 2015 rund 2,1 Millionen Euro (2014: 828.000 Euro).

Großburgwedel: Nach dem Gewinn von 184.000 Euro im Jahr 2014 kam die Klinik auf 459 000 Euro im vergangenen Jahr.

Lehrte: Das Haus schaffte nach einem Minus im Jahr 2014 von 630.000 Euro den Sprung in die Gewinnzone auf etwa 97.000 Euro.

Neustadt: Auch hier gab es eine Verbesserung: Im vergangenen Jahr lag das Ergebnis bei rund 1,4 Millionen Euro, nach nur 45.000 Euro in 2014.

Das Regionsklinikum betonte, dass keine Jahresabschlüsse für die einzelnen Standorte aufgestellt würden. Die „wirtschaftlichen Ergebnisse einzelner Standorte sind daher hergeleitet und nur im Gesamtkontext bewertbar“, sagt der Sprecher des Regionsklinikums, Steffen Ellerhoff. Zudem sei der „wirtschaftliche Erfolg oder Misserfolg einzelner Standorte“ auch den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geschuldet, die sich in kurzer Zeit wieder ändern könnten. Wichtig für das Klinikum sei das Gesamtergebnis, weil es um die Gesamtversorgung der Region gehe.

Die Probleme im Nordstadtkrankenhaus begründet Ellerhof mit der alten Gebäudesubstanz in Pavillonstruktur. Das habe „zur Folge, dass mit steigenden Anforderungen an Hygiene, Ausstattung und Komfort der Investitionsbedarf durch Instandhaltungsarbeiten sehr groß ist“, sagt der Klinikumssprecher. Das Defizit im Siloah habe seine Ursache darin, dass sich die Prozesse und Abläufe in einem neuen Krankenhausgebäude zunächst einspielen müssten.

Wann in den beiden Kliniken schwarze Zahlen geschrieben werden, ließ Ellerhoff offen. Er betonte allerdings, dass das Regionsklinikum ab 2017 ein ausgeglichenes Ergebnis vorlegt.

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