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Stadt Hannover Können Sie auch Chef?
Aus der Region Stadt Hannover Können Sie auch Chef?
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00:15 19.05.2017
Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Zu Beginn ihrer Ausbildung hätte Raumaustatterin Lina Heese sich nicht vorstellen können, einmal so durchzustarten. Mittlerweile hat die 24-Jährige ihren Meisterbrief und stellt sich mit dem Handwerk mit FiF - Frauen gehen im Handwerk in Führung genannten Projekt bereits der nächsten Herausforderung.

Das erstmalige Projekt der Handwerkskammer Hannover soll Frauen dabei unterstützen, im Handwerk und auch in dessen kaufmännischen Bereich den Sprung in Führungspositionen zu schaffen. „Frauen wagen selten den Schritt aufzusteigen, obwohl sie in den Prüfungen deutlich besser abschneiden als die Männer“, sagt Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, Jans-Paul Ernsting.

Lina Heese von der Möbelpolsterei und Autopolsterei Jäger ist allerdings die Herausforderung wichtiger als der Aufstieg selbst. „Mir geht es hier vor allem darum, meine Stärken herauszufinden. Ob ich später auch in einer höheren Position arbeiten werde, weiß ich noch nicht“, erzählt sie.

„Diese Weiterbildung wendet sich an Frauen, die jeden Tag ihren Mann im Handwerk stehen “, sagte Ernsting, als sich jetzt zum Auftakt von Handwerk mit FiF rund zwei Dutzend der Teilnehmerinnen auf dem Campus Handwerk in Garbsen versammelten, um ihre Mitstreiterinnen der nächsten zwei Jahre kennenzulernen und bereits erste Kontakte zu knüpfen.

Einige der zukünftigen Führungskräfte sind bereits in höheren Positionen und wollen durch das Projekt neue Kompetenzen erhalten. So auch Marion Presek-Haster. Die 47-Jährige ist bereits seit 19 Jahren Betriebsleiterin im Familienunternehmen PGS Gebäudereinigung in Ronnenberg. „Ich habe auf so eine Chance nur gewartet“, sagt sie. In der Meisterschule lerne man nur die Basis der Betriebsführung, bei Handwerk mit FiF werde ins Details gegangen. Als Chefin von 70 Mitarbeitern hofft Presek-Haster durch das zweijährige Projekt sicherer in ihrer Führungsposition zu werden.

Die Unterstützung der Arbeitgeber ist grundlegende Voraussetzung für die Aufnahme in dem Projekt. „Ohne die Chefs geht es nicht“, sagt Projektleiterin Patricia Stephan. In der zweijährigen Weiterbildung müssen die Frauen im Alter von 23 bis 54 Jahren für ein bis drei Tage an verschiedenen Qualifizierungen teilnehmen.

„Ich hoffe auf ein lehrreiches und spannendes Netzwerkabenteuer“, sagt Bianca Rosenhagen. Die 47-Jährige unterstützt ihren Mann in der Rosenhagen GmbH in Burgwedel. Sie kümmert sich dort um alle anfallenden Arbeiten, etwa Personalleitung, Marketing und Qualitätsmanagement. Dabei wollte die gelernte Kinderphysiotherapeutin den Job eigentlich gar nicht haben, als sie vor fünf Jahren anfing. „Aber bereut hab ich es nie“, sagt sie. Das meiste habe sie sich aus Büchern beigebracht oder einfach intuitiv gehandelt. Diese Intuition möchte Bianca Rosenhagen mit Hilfe des Projekts nun untermauern.

Madeleine Buck

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