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Stadt Hannover Wie erlebten Sie das Guns N'-Roses-Konzert, Herr Röger?
Aus der Region Stadt Hannover Wie erlebten Sie das Guns N'-Roses-Konzert, Herr Röger?
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00:17 13.07.2017
Quelle: HAZ-Archiv/Collage

Herr Röger, mit dem heutigen Robbie-Williams-Konzert sind es fünf Großkonzerte in vier Wochen - das hat Hannover lange nicht gesehen. Gewöhnt man sich an solche Riesenevents?

Ich könnte mich auf jeden Fall dran gewöhnen! Aber im Ernst: Jedes Konzert läuft anders ab, aber irgendwann kommt natürlich auch Routine in bestimmte Abläufe.

… wie zum Beispiel die verschärften Sicherheitsmaßnahmen an den Eingängen und die „No-Bag-Policy“?

Für unsere Mitarbeiter war die Arbeit mit den Handsonden auch neu. Aber seit dem ersten Depeche-Mode-Konzert haben wir die Kontrollen beschleunigt und sind mittlerweile doppelt so schnell.

Warum? Weil sie nicht mehr so gründlich kontrollieren?

Nein, weil sie Situationen einfach besser einschätzen können und, salopp gesagt, nicht mehr bei jedem kleinen Gegenstand, bei dem die Sonde anschlägt, einen Großalarm auslösen.

Haben Sie viele Beschwerden wegen der Kontrollen und der Wartezeiten bekommen?

Nein, sehr wenige. Einige hatten sogar noch strengere Kontrollen erwartet. Es kommt eben immer auf die Person an. Wer viel reist, ist an so etwas gewöhnt. Insgesamt haben sich die Besucher und auch wir gut und sicher mit dieser Regelung gefühlt.

Was erwarten Sie bei Robbie Williams?

Ein überwiegend weibliches Publikum und eine große Show. Er ist ein wirklich großer Entertainer. Die Bühne sieht toll aus. Auch die Wetterprognose lässt hoffen.

Apropos Wetter: Das Konzert von Guns N’ Roses mit anderthalbstündiger Unwetterunterbrechung wird vielen Besuchern lange in Erinnerung bleiben. Nach gründlicher Analyse: Wie gefährlich war die Situation wirklich?

Es war eine schwierige und in Teilen auch kritische Situation. Das bleibt bei der Besucherzahl nicht aus. Es gibt sicher Dinge, die man verbessern kann. Allerdings kam dieser Platzregen trotz aller Vorhersagen relativ überraschend, und gegen das, was in der Stadt runterkam, war es auf dem Messegelände noch glimpflich. Aber das Messegelände ist schon etwas Besonderes. Wo sonst kann mal 75 000 Menschen in Hallen evakuieren?

Es gab Beschwerden, die Leute wären unter einem Dach vor den Hallen stehen geblieben und hätten so die Eingänge blockiert.

Weil der Regen so stark auf das Glasdach prasselte, haben die Leute die Ansagen nicht gehört. Wir hatten auch Leute mit Megafonen in den Hallen, aber nicht vor den Türen. Beim nächsten Mal würde ich Guides dorthin schicken, die den Weg vorgeben.

Wie viele Leute sind vorzeitig gegangen, weil sie nass waren oder dachten, die Band kommt nicht mehr wieder raus?

Wir haben keine genauen Zahlen, aber es dürften um die 1000 gewesen sein.

Wie hat die Band reagiert?

Erstaunlich gelassen. Axl Rose war hinten und zog sich um, als der Abbruch feststand. Er drückte dem Ansager gleich sein Mikro in die Hand. Die Band spielte weiter, und als dann plötzlich ein Fremder mit dem Mikro auftauchte, dachte sie zuerst, sie seien bei „Verstehen Sie Spaß?“. Die Unterbrechung war für sie okay, nur bei einer weiteren hätten sie nicht weitergespielt.

Das letzte Wort über die Fortsetzung bis weit nach Mitternacht hatte Stefan Schostok. Wo haben Sie ihn erwischt?

Er war im Ausland, ich glaube in England. Aber die Abläufe waren vorher mit einem Krisenstab aus Feuerwehr, Polizei und Stadt besprochen. Wir haben seit Jahren einen engen und sehr guten Draht. In vielen anderen Städten wäre das Konzert nicht fortgesetzt worden.

Wie haben Sie es selber erlebt?

Ich habe hinterher, als ich die Handyprotokolle unserer Gespräche und die Videos von dieser Krisensituation gesichtet habe, festgestellt, dass ich mich an nichts mehr erinnern kann. Da war so viel Adrenalin, auch wenn die Abläufe völlig klar und festgelegt waren. Und als der letzte Besucher vom Gelände war, war ich echt erleichtert.

Mit Helene Fischer steht ein Stadionkonzert für 2018 schon fest. Wird es trotz Fußball-WM wieder mehrere geben?

Wir arbeiten auf Hochtouren. Konkretes gibt es noch nicht, aber mein Bauchgefühl sagt, dass wir noch die eine oder andere Show dazubekommen.

Interview: Uwe Janssen

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