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Stadt Hannover Tödlicher Ast-Unfall: Hinterbliebene kritisieren die Stadt
Aus der Region Stadt Hannover Tödlicher Ast-Unfall: Hinterbliebene kritisieren die Stadt
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19:37 20.08.2017
Quelle: HAZ-Collage
Hannover

Gut zwei Wochen nach dem tödlichen Unfall im Maschpark, bei dem ein 31-Jähriger von einem herabstürzenden Ast erschlagen worden war, ist Protest am Verhalten der Stadt in dem Fall öffentlich geworden. An dem Baum an der Willy-Brandt-Allee hängt ein Zettel, der offenbar von Bekannten oder Verwandten des Opfers verfasst wurde. In dem Aushang wird das Verhalten der Verwaltung nach dem Unglück scharf kritisiert. Der 31-Jährige hinterlasse eine Frau und ein acht Monate altes Baby. Doch außer der obligatorischen Schweigeminute und einem Kondolenzschreiben sei eine „sinnvolle und wirkliche Hilfe“ ausgeblieben. Die „finanzielle Notlage der Familie“ sei nicht ausgeglichen worden.

Damit macht der Verfasser die Stadt für den Tod des 31-Jährigen verantwortlich. Dabei sind die Ermittlungen der Polizei und der Staatsanwaltschaft noch lange nicht abgeschlossen. Derzeit warten die Behörden auf das Gutachten eines Sachverständigen. Der soll versuchen zu klären, warum der zwölf Meter lange und 40 Zentimeter dicke Ast plötzlich von der Kastanie abgefallen war, obwohl der Baum noch kurz vor dem Unglück kontrolliert worden war. Ersten Erkenntnissen zufolge war der Ast von innen verfault, sodass der Befall von außen nicht festgestellt werden konnte. Mit dem Ergebnis des Gutachters wird erst in einigen Wochen gerechnet.

"Tiefes Mitgefühl gegenüber der Familie"

Der Unfall sei ein großes Unglück, erklärt Stadtsprecherin Anja Menge auf HAZ-Anfrage. „Der Oberbürgermeister hat in einem Kondolenzschreiben sein tiefes Mitgefühl gegenüber der Familie zum Ausdruck gebracht“, betont Menge. Der 31-jährige Mann aus Springe hatte am 4. August gegen 23.50 Uhr den Heimweg vom Maschseefest durch den Maschpark angetreten. Dabei traf ihn der herabfallende Ast und verletzte ihn schwer. Passanten leisteten vor Ort Erste Hilfe. Ein Rettungswagen brachte den Verletzten dann in ein Krankenhaus. Dort starb er zwei Tage später an seinen schweren Verletzungen.

Nach dem Unglück hat die Stadt erneut alle Bäume im Maschpark und am Maschsee kontrollieren lassen. Weitere Schäden wurden dabei nicht festgestellt. Der Umweltausschuss der Verwaltung wird sich in seiner nächsten Sitzung im September mit dem Vorfall befassen.

Von Tobias Morchner und Peer Hellerling

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