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Stadt Hannover Der Kröpcke bleibt für Radfahrer tabu
Aus der Region Stadt Hannover Der Kröpcke bleibt für Radfahrer tabu
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00:23 20.12.2014
Von Bernd Haase
Die Stadt hat von der Idee, eine Fahrradroute quer durch die Fußgängerzone über den Kröpcke einzurichten, endgültig Abstand genommen. Quelle: Rainer Dröse
Hannover

Um Hannovers Radwegenetz zu vervollkommnen, ist in den kommenden Jahren ein ziemliches Flickwerk zu leisten. Die Stadtverwaltung hat jetzt einen Katalog von 375 Maßnahmen vorgelegt, die angegangen werden sollen. Das klingt heftiger, als es ist. „Darunter befinden sich viele Kleinigkeiten, die schnell zu erledigen sind - Papierkörbe versetzen etwa, die in den Radweg ragen, fehlende Schilder und Markierungen und nicht vorhandene Bordsteinabsenkungen anbringen“, sagt Hannovers Radfahrbeauftragter Heiko Efkes.

Das Netzkonzept Radverkehr, das Baudezernent Uwe Bodemann vorgestellt hat, war vom Rat angefordert worden. Der will, dass die Hannoveraner vermehrt aufs Fahrrad umsatteln - im Jahr 2020 sollen sie 25 Prozent aller Wege mit dem umweltfreundlichen Verkehrsmittel zurücklegen, lautet die Vorgabe. Die Politiker wollten wissen, an welchen Stellen im vorhandenen Netz es noch hapert und wo Lückenschlüsse erforderlich sind.

„Unser vorhandenes ist Netz grundsätzlich in Ordnung“

Auf die leichte Schulter genommen hat die Verwaltung diesen Auftrag nicht. Sie hat ein Darmstädter Ingenieurbüro beauftragt. Das ist Hannovers gesamtes Radwegenetz abgefahren, hat es katalogisiert, Schwachstellen ermittelt und neuralgische Punkte fotografiert. „Jetzt wissen wir, dass unser vorhandenes Netz grundsätzlich in Ordnung ist“, sagt Bodemann. Dies hätten die Darmstädter explizit bestätigt.

Insgesamt stehen Radfahrern in Hannover 960 Kilometer Strecke zur Verfügung. Davon sind 347 Kilometer als Haupt- und der Rest als Nebenrouten deklariert. Um Lücken zu schließen, sind nur noch ganze 16 Kilometer Strecke erforderlich. Dies betrifft keine längeren Abschnitte, sondern kleinere, verteilt über das Stadtgebiet.

Dass es sich beim 375-Punkte-Katalog häufig um Kleinigkeiten handelt, hat für die Stadt zwei Vorteile. Zum einen kann sie ihn relativ zügig umsetzen - „einen Großteil innerhalb von fünf Jahren, etwas aufwendigere Maßnahmen wie etwa Radwegverbreiterungen oder einige Sanierungen der Fahrbahndecke in den folgenden fünf Jahren“, sagt Efkes. Zum anderen muss sie ihren belasteten Etat nicht über die Gebühr strapazieren. Der gesamte Katalog zieht Kosten von 2,4 Millionen Euro nach sich. Mit den 600.000 Euro, die die Stadt bisher jährlich für die Pflege ihrer Radwege ausgibt, würde man hinkommen.

„Wir geben aber auch aus anderen Töpfen Geld für den Radverkehr aus“, betont Bodemann. Wenn zum Beispiel wegen des Stadtbahnbaus Kurt-Schumacher- und Goethestraße umgestaltet würden, sind die Kosten für neue und bessere Radwege dort verbucht. Sollte zwischen der künftigen Wasserstadt und dem Königsworther Platz ein Radschnellweg angelegt werden, müsste man diesen als besonderes Bauprojekt werten und für eine entsprechende Finanzierung sorgen.

Keine Route über den Kröpcke

Die Verwaltung hat von der Idee, eine Fahrradroute quer durch die Fußgängerzone über den Kröpcke einzurichten, endgültig Abstand genommen. Bisher darf man dort nur von 19 bis 11 Uhr fahren. Zwischenzeitlich hatte es, etwa von SPD und Grünen oder vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC), immer mal wieder Forderungen gegeben, Radfahrern ganztägig die Passage zu erlauben. Andere wie die Polizei, die Innenstadthändler oder der Seniorenbeirat hielten aus Sicherheitsgründen nichts von dem Vorhaben.

Im neuen Netzkonzept taucht die Kröpcke-Route nicht als möglicher Lückenschluss auf. „Wir wollen aber im kommenden Jahr den Innenstadtring herrichten und komplett beschildern“, sagt Stadtbaurat Uwe Bodemann. Dieser orientiert sich am City-Ring für die Autofahrer, liegt aber näher am Kern der Innenstadt. Er führt vom Hauptbahnhof durch die Luisen-, Ständehaus-, Georg- und Windmühlenstraße am Platz der Weltausstellung vorbei zum Alten Rathaus. Im weiteren Verlauf geht es durch die Schmiedestraße und die Mehl- und Schillerstraße zurück zum Ernst-August-Platz.

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