Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadt Hannover Kitas sorgen sich um Überlastung und Qualität
Aus der Region Stadt Hannover Kitas sorgen sich um Überlastung und Qualität
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:48 26.04.2018
Volles Haus: Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) spricht vor 450 Zuhörern beim Kita-Forum in der Marktkirche. Quelle: Samantha Franson
Anzeige
Hannover

 „Beitragsfreiheit und Qualität schließen sich nicht aus, es geht nicht um ein Entweder-oder, sondern um ein Sowohl-als auch.“ Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hat am Montagabend in einem Kita-Forum in der Marktkirche verdeutlicht, warum die Landesregierung zum 1. August die Kita-Gebühren abschafft: „Es geht um Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit, Bildung darf kein Luxusgut sein und muss deshalb gebührenfrei sein.“ So wie es kein Schulgeld für staatliche Schulen und keine Studiengebühren mehr gebe, müsse auch die Beitragspflicht in Kitas abgeschafft werden. Kein Kind dürfe vom Kita-Besuch ausgeschlossen werden.

„Sprachförderung ist Alltagsgeschäft der Erzieher“

Das Bündnis für Kinder und Familien in Niedersachsen, das das Forum organisiert hatte, sorgt sich um die Qualität, wenn das Geld aus den Gebühren fehle.

Ab dem 1. August soll auch die vorschulische Sprachförderung, die bislang Grundschullehrer übernommen hatten, in die Kitas verlagert werden. Dies bedeute keine neue Aufgabe für die Erzieher, sagte Tonne vor rund 450 Zuhörern. Vorschulische Sprachförderung bedeute eine Stunde pro Woche pro Kind, die Lehrer gemacht hätte, „jede andere Stunde davor und danach machen sowieso die Erzieher im Kindergarten.“ Diese alltagsintegrierte Sprachförderung sei seit jeher Aufgabe des Kita-Personals. In der vertrauten Umgebung mit dem vertrauten Erzieher könnten Kinder ohnehin besser lernen als bei fremden Pädagogen in der Grundschule. Die 14.000 Lehrerstunden, umgerechnet 500 Stellen, sollen wieder in die Grundschulen fließen und dort die Unterrichtsversorgung verbessern.

Die Kritik eines  Erziehers, dass bei zwei Betreuern in einer Gruppe von 25 Kindern keiner herausgehen und mit einer Kleingruppe Sprachförderung machen könne, wies der Minister zurück. Das sei völlig klar, deshalb stecke die Regierung pro Jahr 26,5 Millionen Euro extra in die Sprachförderung in Kitas, damit könnten entweder vorhandenen Kräfte ihr Stundenbudget aufstocken oder zusätzliches Personal eingestellt werden.

Ausbildung wird flexibilisiert

Um mehr Nachwuchs zu gewinnen, will das Land den Quereinstieg erleichtern, in Modellversuchen eine dualisierte Ausbildung neben der vierjährigen vollzeitschulischen Ausbildung ermöglichen und in den Privatschulen die Gebühren abschaffen. Langfristig soll auch in Kindergärten die dritte Kraft in den Gruppen für die Drei- bis Sechsjährigen eingeführt werden, bis 2020 soll bereits jede Krippengruppe für 15 Kinder unter  drei Jahren drei Betreuer haben.

Von Saskia Döhner

Eine Großraum-Störung der Telekom in Wülfel hat viele Hannoveraner zur Verzweiflung gebracht: „Manche dachten schon, ich seit tot“, berichtete eine Rentnerin. Erst als sich die HAZ einschaltete, passierte etwas.

26.04.2018

In Hannover-Ahlem ist am Montag ein 19-jähriger Rollerfahrer schwer verletzt worden. Er war verbotenerweise auf dem Gehweg unterwegs, als ein Audi auf ein Grundstück abbiegen wollte. Der junge Mann kam in ein Krankenhaus.

23.04.2018

Die Polizei hat am Montag drei Diebe auf der Hannover Messe festgenommen. Sie sollen einer 24-Jährigen das Portemonnaie gestohlen haben. Die Zivilbeamten hatten die Männer bei der Tat beobachtet.

23.04.2018
Anzeige