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Stadt Hannover Warum soll der HSC einen weiteren Platz bekommen?
Aus der Region Stadt Hannover Warum soll der HSC einen weiteren Platz bekommen?
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07:00 14.02.2019
Vor einigen Jahren wurde ein Kunstrasenplatz beim HSC angelegt, jetzt kommt ein neuer hinzu. Quelle: Kathrin Götze
Hannover

Der Hannoversche Sport-Club (HSC) bekommt von der Stadt Hannover einen Kunstrasenplatz spendiert – es ist bereits der zweite auf dem Gelände des Vereins. Das hat in den sozialen Netzen und unter HAZ-Lesern für Verwunderung gesorgt. „Die Auswahl bleibt unverständlich“, schreibt ein Leser auf Facebook. Wo auf dem Vereinsgelände solle der neue Platz entstehen, fragt ein anderer, müsse dafür etwa ein Rasenplatz weichen? Ein weiterer HAZ-Leser fordert, dass auch Nachbarvereine den neuen Kunstrasenplatz beim HSC nutzen sollten.

„Wir platzen aus allen Nähten“

Die Vereinsführung des HSC bleibt gelassen. „Wir freuen uns über den Zuschlag“, sagt der Vereinsvorsitzende Frank Kuhlmann. Tatsächlich werde ein weiterer Kunstrasenplatz dringend gebraucht. „Wir platzen aus allen Nähten und müssen Fußballspieler abweisen, die bei uns kicken wollen“, sagt Kuhlmann. 1500 Mitglieder zählt der Verein, etwa 60 Prozent seien Jugendliche, schätzt der Vereinsvorsitzende.

Insgesamt 30 Fußballmannschaften trainieren beim HSC, dafür stehen vier Plätze zur Verfügung, einer davon mit Kunstrasen. Für den neuen Kunstrasenplatz muss eine Rasenfläche weichen. „Dennoch gewinnen wir mehr Spielmöglichkeiten, denn Kunstrasen kann praktisch rund um die Uhr bespielt werden“, sagt Kuhlmann. Er verweist darauf, dass der HSC den Zuschlag für einen neuen Kunstrasenplatz in einem transparenten Verfahren errungen habe.

Politik: Vorhandener Platz kein Ausschlusskriterium

Ratspolitiker finden nichts daran auszusetzen, dass der HSC einen weiteren Kunstrasenplatz bekommt. „Der Zuschlag ist sachlich gerechtfertigt“, sagt SPD-Sportpolitiker Angelo Alter. Die Spielregeln seien vorab festgelegt und keineswegs auf einen Verein zugeschnitten worden. „Es ist kein Ausschlusskriterium, wenn ein Verein bereits einen Kunstrasenplatz betreibt“, sagt Grünen-Sportpolitiker Mark Bindert. Tatsächlich hatte sich auch der DHC um das Programm beworben, obwohl der Hockeyclub bereits einen Kunstrasen besitzt.

27 Sportvereine gaben ihre Bewerbung ab. Zehn Kriterien hatte die Stadt festgelegt, um die Auswahl möglichst gerecht zu gestalten. Dazu gehörten die Auslastung der vorhandenen Sportstätte eines Vereins, die baulichen Voraussetzungen für einen neuen Platz, Mitgliederzahl und Anteil von Jugendlichen sowie die finanziellen Möglichkeiten eines Vereins. Pflegekosten für den Kunstrasen müssen die Vereine selbst übernehmen, zudem sollen sie Rücklagen für eine Sanierung der Anlage bilden. In der Summe bedeutet das eine jährliche Belastung von 17.000 Euro.

Neben dem HSC soll auch der VfL Eintracht einen neuen Kunstrasenplatz bekommen. Die Ratsgremien müssen noch zustimmen. Im kommenden Jahr können sich die Vereine erneut bewerben, insgesamt sollen in Hannover bis zu zehn neue Plätze entstehen.

Von Andreas Schinkel

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