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Stadt Hannover Ingrid Spieckermann verabschiedet
Aus der Region Stadt Hannover Ingrid Spieckermann verabschiedet
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00:15 15.06.2016
Von Simon Benne
Feierlicher Abschied: Landesbischof Ralf Meister und die scheidende Landessuperintendentin Ingrid Spieckermann in der Neustädter Kirche. Quelle: Eberstein
Hannover

Die Granden des Protestantismus waren gekommen, dazu Vertreter der Weltreligionen und die Spitzen der Politik: Mehr als 450 Gäste drängten sich in der restlos gefüllten Neustädter Kirche, um Ingrid Spieckermann  zu verabschieden. Nach 16 Jahren als Landessuperintendentin geht die 65-Jährige in den Ruhestand. Ihre Nachfolgerin wird die langjährige Kulturbeauftragte des Rates der EKD, Petra Bahr.

"Ich bin reicher geworden im Hören auf Menschen", sagte Spieckermann in dem feierlichen Gottesdienst, der musikalisch vom Kammerchor Hannover und dem Helian Quartett gestaltet wurde. Landtagspräsident Bernd Busemann erinnerte daran, dass die scheidende Theologin neue Formen wie die Dialogpredigten in der Neustädter Kirche etabliert hatte.

Die Feier stand ganz im Zeichen des Dialogs zwischen den Religionen, für den Spieckermann sich stets stark gemacht hatte: Ingrid Wettberg von der Liberalen Jüdischen Gemeinde und der katholische Propst Martin Tenge hielten die Lesungen, und die Schiitin Hamideh Mohaghegi würdigte Spieckermanns Dialogbereitschaft.

Diese hatte vor ihrer Verabschiedung für einen innerkirchlichen Paukenschlag gesorgt: Sie hatte angeregt, dass aufgegebene Kirchen unter Umständen zu Moscheen umfunktioniert werden könnten. Solchen Plänen erteilte Landesbischof Ralf Meister am Rande des Gottesdienstes jedoch eine Absage: "Ich sehe das höchst skeptisch", sagte er: "So eine Umwandlung könnte die Gefühle von Christen verletzen." Auch aus Sicht von Muslimen sei sie nicht unproblematisch: "Es ist besser, wenn diese sich eigene religiöse Orte suchen."

Erneut haben Unbekannte offenbar große Mengen Spülmittel in den Brunnen am Leineufer in Hannovers Altstadt geschüttet. Das fließende Wasser brachte den sogenannten Sämannbrunnen nahe des Beginenturms am Sonntag kräftig zum Schäumen. Bereits in den Vorjahren hatte dieselbe Aktion für Ärger gesorgt. 

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