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Stadt Hannover Lebenshilfe-Mitarbeiter streiken für Haustarif
Aus der Region Stadt Hannover Lebenshilfe-Mitarbeiter streiken für Haustarif
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20:32 10.12.2014
Die Mitarbeiter der Lebenshilfe stehen für einen Haustarif auf der Straße. Quelle: Holland
Hannover

Mit dem ersten Warnstreik in der Geschichte der Gesellschaft, die Menschen mit geistiger Behinderung und deren Angehörige unterstützt, wollen die Männer und Frauen im Kampf um einen Haustarifvertrag den Druck auf ihren Arbeitgeber erhöhen. „Anstatt uns bei den Verhandlungen entgegenzukommen, will die Lebenshilfe die Arbeitsbedingungen für künftige Arbeitnehmer aber sogar noch verschlechtern“, sagte Gewerkschaftssekretärin Aysun Tutkunkardes von ver.di.

Sie kritisiert vor allem den Plan, nach dem sich alle Mitarbeiter, die neu eingestellt werden, mit 50 Prozent an der betrieblichen Altersversorgung beteiligen sollen. Bisher zahle der Arbeitgeber wie eigentlich üblich die volle Abgabe. Seit zwei Jahren versuche die Gewerkschaft nun schon, einen Kontrakt auf Basis des Tarifvertrags öffentlicher Dienst mit der Lebenshilfe zu verhandeln. „Die Kolleginnen und Kollegen verdienen mittlerweile fast 20 Prozent weniger als vergleichbare Beschäftigte im Öffentlichen Dienst“, sagt Tutkunkardes. Und das, obwohl die Lebenshilfe fast komplett aus Mitteln unterschiedlicher Kostenträger refinanziert werde. „Allein das Land Niedersachsen hat seit 2008 die Personalkostensteigerung in Höhe von fast 17 Prozent ausgeglichen“, sagt die Gewerkschafterin. „Davon ist aber nichts an die Beschäftigten weitergegeben worden.“

Derzeit wolle sich der Arbeitgeber der knapp 270 Beschäftigten, die in Wohnstätten, Kindergärten, Tagesförder- und Bildungsstätten sowie ambulanten Diensten arbeiten, jedoch noch nicht einmal zur Höhe des Lohns äußern, der in einem Haustarifvertrag festgeschrieben werden könnte. „Obwohl wir mehrfach nachgefragt haben, gab es bisher keine Antwort darauf“, sagt Tutkunkardes.

Bevor die Lebenshilfe ihren Angestellten jedoch nicht entgegenkomme, will sich die Gewerkschaft nicht wieder an den Verhandlungstisch setzen. „Gerade nach diesem positiv verlaufenen Warnstreik sind wir durchaus bereit, auch im Januar wieder die Arbeit niederzulegen“, sagt Tutkunkardes. „Die Notdienste waren gut geplant, und mit der Beteiligung sind wir sehr zufrieden.“ Sie und die Streikenden hätten zudem viel Unterstützung von den Eltern der behinderten Kinder erfahren.     

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