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Stadt Hannover „Wer Lebensmittel kauft, sollte besser planen“
Aus der Region Stadt Hannover „Wer Lebensmittel kauft, sollte besser planen“
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19:36 15.08.2017
Von Mathias Klein
Kann man das noch essen, oder muss das weg? Weggeworfene Lebensmittel im Hausmüll. Foto: dpa (Archiv) Quelle: Christian Charisius
Hannover

Auch in der Region Hannover schmeißt jeder Bürger pro Jahr rund 100 Kilogramm Lebensmittel in den Müll. Davon geht der Abfallwirtschaftsbetrieb Aha aus. Damit entspricht das Wegwerfverhalten dem Bundesdurchschnitt. Ob es beim Entsorgen von Lebensmitteln Unterschiede zwischen den Bewohnern der Landeshauptstadt und des Umlandes gibt, hat Aha nicht untersucht.

Junge Leute werfen mehr weg

Am Montag hatte das Braunschweiger Thünen-Institut für Ländliche Räume neuste Zahlen zur Verschwendung von Lebensmitteln vorgelegt. Demnach stammen 44 Prozent der weggeworfenen Lebensmittel aus Privathaushalten, die Landwirtschaft hat einen Anteil von rund 20 Prozent, die Lebensmittelindustrie von 18 und Restaurants und Kantinen von etwa 12 Prozent.

Junge Leute werfen laut einer anderen Studie besonders häufig Lebensmittel weg. Ältere Menschen brächten Essen eine größere Wertschätzung entgegen und seien auch erfahrener bei der Herstellung von Speisen.

„Wir versuchen, gezielt gegen das Wegwerfen von Lebensmitteln vorzugehen“, berichtet die Leiterin der Hannöverschen Tafel, Katja Keßler. Dazu gehörten zum Beispiel Projekte in Schulen und zahlreiche Gespräche mit jungen Leuten in Hannover, berichtet Keßler. Die Tafel versorgt arme Menschen mit Lebensmitteln, die von Supermärkten nicht mehr verkauft werden.

Lebensmittel sind zu billig“

Keßler muss immer wieder feststellen, dass Lebensmittel nicht mehr ausreichend wertgeschätzt werden, vermutlich weil sie zu preiswert sind, sagt die Tafel-Chefin. Außerdem hätten die Verbraucher eine zu hohe Erwartungshaltung. „Wir alle wollen noch um 22 Uhr im Supermarkt das volle Sortiment zur Auswahl haben“, sagt sie. Außerdem kaufe jeder nur die allerschönsten Äpfel, die eher unansehnlichen, aber genauso gut schmeckenden Früchte blieben liegen.

Viele Menschen würden auch einfach zu viel einkaufen - wegen der preiswerten Lebensmittel. Keßler rät dazu, genauer zu planen, was für eine einzelne Mahlzeit benötigt werde, und dann auch nur die dafür nötigen Zutaten einzukaufen. Die Essensexpertin rät auch zu einem anderen Umgang mit Lebensmitteln. „Man kann viel mehr aus Resten machen“, sagt sie. In vielen Familien kämen die Essensreste aber gleich in den Müll. „Vor allem Kinder sind zu verwöhnt“, sagt sie.

Keßler rät den Hannoveranern auch zu einem anderen Umgang mit Lebensmitteln mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum. „Es gibt eine panische Angst, etwas Verdorbenes zu essen“, berichtet sie. Die Angst sei aber völlig unbegründet, auch bei Milchprodukten. „Man kann einen Joghurt öffnen, anschauen, riechen und eine kleine Ecke probieren“, erläutert sie. „Dabei kann nichts passieren.“

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