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Stadt Hannover Lehramtsstudenten bekommen ein eigenes Gebäude
Aus der Region Stadt Hannover Lehramtsstudenten bekommen ein eigenes Gebäude
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00:17 28.07.2017
Von Saskia Döhner
Gelungene Verbindung zwischen Nordstadt und Uni: So soll der Neubau nach dem Siegerentwurf des Kölner Architekturbüros aussehen.
Hannover

Am Dienstag hat die Jury ihren Favoriten prämiert und das Modell des Kölner Büros „Kister, Scheithauer, Gross“ zur Realisierung empfohlen. Alle elf eingereichten Entwürfe sind noch bis zum 4. August in einer Ausstellung im Lichthof des Welfenschlosses zu sehen

20 Prozent Lehramtsstudenten

Jeder fünfte Studierende an der Leibniz-Universität will Lehrer werden. In Hannover werden angehende Sonderpädagogen sowie Lehrer für Gymnasien und Berufsbildende Schulen ausgebildet. Es werde höchste Zeit, dass die quer über die ganze Stadt verteilte Lehrerbildung, die mit mehr als 5000 Studenten größte Teilgruppe, endlich an einem Standort zusammengezogen werde, sagte Uni-Präsident Volker Epping. Das sei zum einen identitätsstiftend und zum anderen bitter nötig: „Wir platzen aus allen Nähten und brauchen dringend mehr Räume.“

Das neue Gebäude, in dem auch das Institut für Pädagogische Psychologie und das Institut für Erziehungswissenschaft untergebracht sein sollen, wird allerdings nicht vor Ende 2018 gebaut. In Betrieb genommen werden kann es vermutlich erst 2020. Bis dahin wird die Uni ihre angehenden Pädagogen weiter provisorisch über die Stadt verteilen müssen. „Wir mieten an, was geht“, sagte Epping. Weil ein Gebäude am Klagesmarkt aus Brandschutzgründen aufgegeben werden muss, zieht man übergangsweise an die Lange Laube.

Auftakt zu neuer Bau-Qualität?

Die größte Herausforderung sei für die Architekten gewesen, die Kleinteiligkeit der Nordstadt mit dem wuchtigen Otto-Klüsener-Haus, in dem die Fakultät für Maschinenbau sitzt, zusammenzubringen, sagte Epping. Hannovers Baudezernent Uwe Bodemann, der allen elf Entwürfen „eine herausragende architektonische Qualität“ zusprach, meinte, statt eine Lücke zu schließen, sei es darum gegangen, Hochschule und Viertel offen zu verbinden. Fünf Modelle seien in die engere Wahl gekommen, berichtete Jury-Chef Prof. Zvonko Turkali. Übrig blieben zwei zweite Preise, am Ende hatte nach Nachbesserungen das Kölner Büro um Prof. Johannes Kister die Nase vorn. „Wir freuen uns sehr, dass unser Entwurf zur Realisierung empfohlen ist“, sagte Dagmar Pasch. Die Arbeit habe viel Spaß gemacht. Der Neubau soll laut Epping Heimat für Studenten und Dozenten werden. Vielleicht sei dies auch der Anfang für andere qualitativ hochwertige Uni-Bauten, ergänzte Bodemann.

Eine Schule, sechs Fakultäten

Seit Ende 2016 gibt es die Leibniz School of Education. Sie hat das vorherige Zentrum für Lehrerbildung abgelöst.Beteiligt an der neuen Schule für Lehrerausbildung sind sechs der neun Fakultäten der Universität. Ziel sei es, interdisziplinär und fakultätsübergreifend zusammenzuarbeiten, sagt Prof. Sascha Schanze, Direktor für Studium und Lehre an der Leibniz School. Der Neubau auf dem Areal Im Moore um das „versunkene Schlösschen“ werde auch neue Formen des Online-Lernens ermöglichen. Angesichts der wachsenden Schülerzahlen werden bis 2030 deutlich mehr Lehrer nötig sein. Zurzeit finden aus Platzmangel an der Uni viele Veranstaltungen abends oder als Blockseminar in den Semesterferien statt.

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