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Linke starten Demo gegen Hooligan-Gewalt

Proteszug durch die Nordstadt Linke starten Demo gegen Hooligan-Gewalt

In der Nordstadt hat am Abend eine Demonstration von Linken begonnen. Mit dem Protestzug wollen sie gegen Angriffe von Hooligans demonstrieren. Hintergrund sind angebliche gewaltsame Übergriffe von Hooligans aus dem 96-Umfeld.

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Demo in der Nordstadt: Linke demonstrieren gegen Angriffe von Hooligans.

Quelle: Uwe Dillenberg

Hannover. Etwa 200 Personen ziehen seit dem frühen Abend durch die Nordstadt. Mit Sprechchören wie "Antifa und Fußballfans gegen rechte Hooligans" setzte sich der Marsch vom Klagesmarkt über den E-Damm zur Lutherkirche in Bewegung. Unter dem Motto "Jeder Angriff ist ein Angriff auf uns alle" wollen die Teilnehmer gegen Angriffe von Hooligans demonstrieren. Die Polizei ist vor Ort, bislang verläuft der Protestzug jedoch friedlich.

Linksautonome Gruppen hatten zu der Demo aufgerufen. Dabei geht es nicht um Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit der Versammlung der Gruppe Hooligans gegen Salafisten (HoGeSa) vor zwei Wochen. Die Veranstaltung bezieht sich auf angebliche Aktivitäten von Hooligans aus dem Umfeld von Hannover 96. Im Zentrum der gewaltsamen Übergriffe soll eine Gruppierung mit dem Namen VH 13 stehen. Mitglieder dieses Zusammenschlusses und Sympathisanten der Gruppe sollen regelmäßig durch die Nordstadt ziehen um Linksautonome zu verprügeln. So habe bei einem Angriff der Hooligans am 4. Oktober in der Nordstadt ein Opfer eine Gehirnerschütterung davon getragen.

Der Polizei ist die Gruppierung VH 13 bereits seit Ende des vergangenen Jahres bekannt. „Damals ist im Stadion ein Banner mit dem Schriftzug aufgetaucht“, sagte Polizeisprecher Holger Hilgenberg. Das Transparent der Gruppe VH 13 hängt in dieser Saison im Beekestadion,  wo die U23-Mannschaft von Hannover 96 in aller Regel ihre Heimspiele austrägt. Von Übergriffen in der Nordstadt ist der Behörde bislang allerdings nichts bekannt. „Bei uns ist kein derartiger Vorfall zur Anzeige gebracht worden“, sagt Hilgenberg.

Der heutige Protest war zwar bereits vor der hannoverschen HoGeSa-Demo geplant, kommt aber dennoch zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Nach dem brutalen Übergriff Linksautonomer nach dem Hooligan-Treffen am ZOB sowohl auf eine Kneipe als auch auf vier Bielefelder Teilnehmer der Veranstaltung, ist die Stimmung zwischen den beiden Gruppen äußerst gereizt. Im Internet hatten die HoGeSa-Anhänger Fotos von einem der angeblichen Angreifer auf die Kneipe veröffentlicht. „Die Jagd ist eröffnet“, lautet einer der Kommentare unter dem Bild.

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