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Stadt Hannover Lob für Offensive gegen Autodiebe
Aus der Region Stadt Hannover Lob für Offensive gegen Autodiebe
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00:15 08.12.2016
Von Tobias Morchner
Am Montag startet die Polizei Hannover ihre Offensive gegen Autodiebstahl in Hannover. Quelle: dpa
Hannover

Hannovers CDU-Chef Dirk Toepffer erklärte gegenüber der HAZ, es sei sinnvoll, überall dort gegen Schwerpunktkriminalität vorzugehen, wo sie sich zeige. „Die Spezialisierung greift ja bei bestimmten Delikten immer weiter um sich, sei es beim Einbruch oder eben bei den Autoaufbrüchen“, sagt Toepffer. Auch der ADAC findet den Vorstoß der Polizeidirektion „gut und wichtig“. Autoaufbrüche hätten in den vergangenen Jahren stark zugenommen, in der Regel habe man es mit Bandenkriminalität zu tun, sagt ADAC-Sprecherin Christine Rettig. „Organisierte Kriminalität lässt sich am besten organisiert bekämpfen.“

Die neue Ermittlungsgruppe nimmt am Montag ihren Dienst auf – einen Monat früher als ursprünglich geplant. Die Sondereinheit, die am Zentralen Kriminaldienst angedockt ist, sollte ursprünglich erst zum Jahreswechsel starten. Doch die Planungen kamen schneller zum Abschluss, sodass die Offensive gegen die Autodiebe bereits jetzt gestartet werden kann.

Auf die Kriminalstatistik kann sich der vorgezogene Arbeitsbeginn nur positiv auswirken. Denn die Zahlen in diesem Bereich steigen seit Jahren kontinuierlich an. Verzeichnete die Behörde 2014 nur 589 Fälle, waren es ein Jahr später bereits 752 – Tendenz steigend. Die genauen Zahlen für dieses Jahr will die Behördenleitung im Frühjahr bei der Vorstellung der hannoverschen Kriminalstatistik bekannt geben.

Die Straftäter, die sich auf den Diebstahl von oder aus Autos spezialisiert haben, sind nach Erkenntnissen der Ermittler bestens organisiert und gut vernetzt. Sie schlagen in der Regel in Gegenden zu, die nahe an Autobahnen gelegen sind, damit die Beute schnell abtransportiert werden kann. In Hannover sind Autoaufbrecher zudem verstärkt am Flughafen oder während der großen Messen auf den Parkplätzen am Messegelände unterwegs.

Polizei macht gegen steigende Zahl von Wohnungseinbrüchen mobil

Die Polizei will auch gegen die steigende Zahl von Wohnungseinbrüchen in Niedersachsen härter vorgehen. Konzepte dazu will Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Montag (13.00 Uhr) vorlegen. Vor wenigen Wochen bereits hatten Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen mit Holland und Belgien eine engere Zusammenarbeit im Kampf gegen international agierende Einbrechergruppen vereinbart.

Seit rund zehn Jahren steigt die Zahl der Wohnungseinbrüche kontinuierlich an. Ermittler führen die Zunahme zu großen Teilen auf kriminelle Banden aus dem Ausland zurück. Im vergangenen Jahr wurden bundesweit mehr als 167.000 Einbrüche und Einbruchsversuche registriert, fast zehn Prozent mehr als im Jahr 2014. Ähnlich hohe Zahlen gab es zuletzt in den späten 90er Jahren.

In Niedersachsen stieg die Zahl der Einbrüche 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 13,1 Prozent auf 16 575 an, nur knapp ein Viertel der Fälle wurde aufgeklärt.

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