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Nur wenige Probleme nach Bahnstreik in Hannover

Verspätungen am Morgen Nur wenige Probleme nach Bahnstreik in Hannover

Der Streik der Lokführer ist beendet. Kam es am Donnerstagmorgen noch vereinzelt zu Verspätungen und Zugausfällen, hat sich der Verkehr mittlerweile weitestgehend normalisiert. In Hannover blieben die Reisenden entspannt.

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Am Mittwoch fielen am Hauptbahnhof in Hannover zahlreiche Verbindungen aus.

Quelle: Thomas

Hannover. Der bundesweite Streik der Lokführer ist am frühen Donnerstagmorgen nach 14 Stunden auch in Niedersachsen beendet worden. Nach Angaben der Deutschen Bahn lief der Verkehr im Land nach Ende des Streiks weitestgehend planmäßig an. „Derzeit kommt es nur zu vereinzelten Verspätungen in Niedersachsen“, sagte eine Sprecherin am frühen Donnerstag. Trotzdem mussten Pendler noch vereinzelt mit Verspätungen und Zugausfällen zurechtkommen.

Am Hauptbahnhof Hannover war die Lage am frühen Morgen entspannt. Zwar gab es Verspätungen. Die Fahrgäste aber zeigten sich gelassen. Mit Verzögerungen hatten sie gerechnet, und sich darauf eingestellt. Massive Zugausfälle und Verspätungen wie am Tag zuvor, gab es aber nicht.

Die Lokführer hatten um 14.00 Uhr am Mittwoch die Arbeit niedergelegt. Etliche Nah- und Fernzüge fielen aus. Mit dem Streik wollte die Lokführergewerkschaft GDL in der laufenden Tarifrunde den Druck auf den Konzern erhöhen. Die GDL fordert für die Beschäftigten mehr Geld und eine kürzere Arbeitszeit. Ein Ende des Tarifstreits ist nicht in Sicht. Ohnehin brauchen Reisende in Niedersachsen und Bremen derzeit Geduld: Ab Mittag wollten die Kapitäne der Lufthansa-Tochter Germanwings bundesweit für zwölf Stunden die Arbeit niederlegen.

Die Lokführergewerkschaft GDL sprach von einer sehr guten Streikbeteiligung, allein am Hauptbahnhof Hannover als Verkehrsknotenpunkt seien am Mittwoch 80 Prozent der Züge betroffen gewesen. Und schon vor dem Start sorgte der Lokführerstreik für Ärger und Verspätungen: Etliche Fern- und Nahverkehrszüge fielen aus. Viele Berufstätige mussten kurzfristig umplanen und Termine absagen.  

„Sehr überrascht“ sei die Gewerkschaft vom frühen Notfallfahrplan gewesen, sagte Erik Rust von der GDL Hannover. Er sprach von großer Verärgerung der Kunden, die extra beizeiten und mit frühen Zügen gefahren seien. Die Gewerkschaft hatte zu dem Streik aufgerufen, sie will damit fünf Prozent mehr Geld und zwei Stunden weniger Wochenarbeitszeit durchsetzen.  

Diese Züge fallen in den kommenden Stunden aus

Ob Ihr Zug pünktlich fährt, erfahren Sie unter bahn.de/aktuell oder mobil über m.bahn.de.

Viele Pendler versuchten, per Bahn zumindest möglichst nah an ihr Ziel zu gelangen, um sich dann mit dem Auto abholen zu lassen. Dennoch wurde Verständnis für den Streik geäußert: „Ich habe volles Verständnis, die können ruhig weiterstreiken“, sagte Dimitra Kirou. Nach Angaben der Deutschen Bahn gab es vor allem im Regionalverkehr starke Einschränkungen. Auch die S-Bahn in Hannover war betroffen. 

Liveticker zum Nachlesen

Offiziell begann der Ausstand der Lokführer am Mittwochnachmittag um 14 Uhr. Doch bereits in den frühen Morgenstunden fielen etliche Verbindungen wegen eines Notfallfahrplans der Bahn aus. Die Ereignisse am Hauptbahnhof Hannover zum Nachlesen.

Etliche Kunden wichen auf die Eisenbahngesellschaften Metronom und Nordwestbahn aus, die nicht bestreikt wurden. Die Züge dieser Linien stoppten etwa im Großraum Hannover außerplanmäßig an vielen Haltestellen.

lni/sag

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