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Maschsee in Hannover: Zerstückelte Leiche entdeckt

Körperteile in Müllsäcken Maschsee in Hannover: Zerstückelte Leiche entdeckt

Ein Spaziergänger hat um kurz vor 13 Uhr eine zerstückelte Leiche im Maschsee in Hannover entdeckt. Die Feuerwehr ist mit Tauchern im Einsatz und hat bereits mehrere Leichenteile gefunden. Der grausame Fund erinnert an den Fall Monika P.

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Polizei und Feuerwehr haben nach dem Leichenfund am Maschsee einen Großeinsatz gestartet.

Quelle: Michael Thomas

Hannover. Bei der gefundenen Leiche handelt es sich laut Augenzeugen um eine blonde Frau mit rot lackierten Fußnägeln. Um wen es sich bei der Toten handelt, ist noch nicht bekannt. Informationen zufolge hat die Polizei die Beine und den Kopf der Frau gefunden, die Suche nach weiteren Teilen der Leiche dauert noch an. Ungewiss ist, wie lange die Leichenteile bereits im Wasser lagen. Ersten Informationen zufolge soll es sich um einen Zeitraum von mehreren Tagen handeln. Die Ermittlungen der Polizei laufen auf Hochtouren. Die Leichenteile sollen noch im Laufe des Tages in der Rechtsmedizin der Medizinischen Hochschule untersucht werden.

Hannover Leichenteile im Maschsee gefunden. Polizei und Feuerwehr im Großeinsatz.Torso am Nordufer, Leichenteile in PlastiksŠcken im See.

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Ein Spaziergänger hatte um kurz vor 13 Uhr den in einem blauen Müllsack gewickelten Torso der Leiche direkt am Fackelläufer am Nordufer gefunden. Die Polizei sperrte zunächst den Bereich bis zum Kiosk ab. Nachdem die Feuerwehr weitere Leichenteile im Wasser entdeckt hatte, wurde die Sperrung auf das gesamte Nordufer ausgeweitet. Der Täter warf die Körperteile in blauen Müllsäcken in den Maschsee, die sich aber teilweise öffneten. Nur deswegen bemerkte der Spaziergänger, dass sich in den Verpackungen Leichenteile befanden.

Der aktuelle Leichenfund erinnert an den Fall Monika P. Am 2. Januar 2010 entdeckten Spaziergänger den zerstückelten Körper der 24-jährigen Frau aus Linden unter der Legionsbrücke in Linden-Süd. Auch ihre Körperteile waren in blaue Müllsäcke verpackt. Bis heute fehlen allerdings der Kopf und die Beine der jungen Frau.

Die Polizei war von Anfang an davon ausgegangen, dass der Täter Monika P. im Bereich Linden tötete und die Leichenteile anschließend zur Legionsbrücke schaffte. Vermutlich benutzte er dafür einen kleinen Fahrradanhänger oder einen Schlitten – im Januar 2010 hatte zentimeterhoch Schnee gelegen.

Die Polizei führte zwei Massengentests durch und forderte Hunderte Männer aus dem Bereich Linden auf, eine Speichelprobe abzugeben. Die Ermittlungen führten jedoch zu keinem Erfolg. Bis heute fehlt vom Mörder der Gelegenheitsprostituierten jede Spur.

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